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Wie tief kann man in der politischen Diskussion noch sinken?

Leserbrief von Dr. med. Andrè Bönsch, Göppingen, NWZ 8. Okt. 2019

 

PRESSEMITTEILUNG:

LESERBRIEFVERÖFFENTLICHUNG NWZ 8. Okt. 2019 von Dr. med. Andrè Bönsch Göppingen:

Wie tief kann man in der politischen Diskussion noch sinken?

Zu dem Leserbrief „Keine Meisterleistung“ von Hilde Huber, SPD-Vorsitzende Göppingen sowie Kreis- & Stadträtin der SPD, vom 1. Oktober:

Bei der Lektüre des Leserbriefs von Frau Huber musste ich mich fragen, wie tief man in der politischen Diskussion noch sinken kann. Schwierige private Verhältnisse eines Gemeinde-/Stadt-und Kreisratskollegen, egal aufgrund welcher Grundlage, haben weder im Rahmen des Göppinger Stadtrats noch in den Leserbriefspalten der NWZ irgendeine Berechtigung.

Frau Huber zeigt, dass die SPD als Partei durch ihre derzeitigen Mitglieder weitab von sachlicher Diskussion weiter munter dem Abgrund entgegen taumelt. Von der intellektuellen Größe der politischen Helden meiner Jugend wie Willy Brandt, Helmut Schmidt oder Herbert Wehner ist Frau Huber Lichtjahre entfernt, disqualifiziert sich mit Wertungen wie „Schmusefreundschaft“ als tatsächlich politisch mündige Persönlichkeit und begibt sich hier in die Nähe der Kampfrhetorik einer Alice Weidel oder einer Beatrix von Storch. Im Gegensatz zu Frau Huber können die Herren Till und Stähle eindeutig Position beziehen, wenn man auch im jeweiligen Fall trefflich darüber streiten kann. Aber dies ist ein Kernpunkt der demokratisch legitimierten politischen Entscheidungsfindung.

Frau Huber hingegen sucht, wenn Entscheidungen wie die politisch schwierige Entscheidung über die Erhöhung der Müllmenge zeigt, lieber ihr Heil in der Flucht, statt sich mit einer Entscheidung zu positionieren und zu dieser dann auch zu stehen. Insofern sollte sich die SPD im Kreis Göppingen tatsächlich überlegen, ob eine Frau Huber, mit einer derartigen insbesondere menschlich fragwürdigen, nicht integren Einstellung, noch in irgendeiner Weise glaubhaft sozialdemokratische Ideale vertreten kann.

 

Dr. med. André Bönsch, Göppingen

 

Zur freundlichen Kenntnisnahme
Göppingen, den 8. Oktober 2019

 

René Niess (GeR)
Medienpolitischer Sprecher