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70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau

Ein Gedenken mit Auftrag gegen den Rechtspopulismus weltweit und der PEGIDA


PRESSEERKLÄRUNG:

- 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau -
Ein Gedenken mit Auftrag gegen den Rechtspopulismus weltweit und der PEGIDA


                                                      

    Foto: dwt/wikimedia.org (CC BY-SA 4.0)  


Der 27. Januar 2015 ist der 70. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau durch die sowjetischen Truppen und damit Tag der Erinnerung und des Gedenkens an die vielen Millionen Opfer. Auschwitz steht dabei symbolisch für den Massenmord an europäischen Juden und für das Leid der Menschen, die vom Nazi-Regime verfolgt und umgebracht wurden. Im Zuge des Gedenkens an die Auschwitz-Befreiung vor 70 Jahren hat der Zentralrat der Juden die Bundesländer aufgefordert, im Schulunterricht mehr Informationen über den Holocaust zu vermitteln.  


Philipp Siemer (StR/BzR), Jugendpolitischer Sprecher des Kreisvorstandes Göppingen & Geislingen, sowie Sprecher der Jugendorganisation LINKSJUGEND[solid] im Kreis:

„Die Vermittlung der Geschichte liegt in unserer gesellschaftlichen Verantwortung, dementsprechend sollten die noch lebenden Zeitzeugenbiografien festgehalten werden. Auch den nachfolgenden Generationen, vor allem derJugend, muss die historisch-deutsche Verantwortung vermittelt werden. Daher begrüßen wir auch die Forderung des Zentralrats der Juden für die Einführung von Gedenkstättenfahrten durch die verschiedenen Bildungseinrichtungen, wie z. B. verstärkt für Schulen.“  


Die Parteivorsitzenden Katja Kipping, Bernd Riexinger und der Fraktionsvorsitzende im Deutschen Bundestag, Gregor Gysi erklären stellvertretend für die Partei die LINKE:
„Auschwitz ist auch Auftrag jeder Form von Faschismus, Rassismus oder Antisemitismus, jeder Form von Hass und Ausgrenzung konsequent entgegenzutreten.


Der Kreisvorsitzende, Kreisrat Christian Stähle und Fraktionsvorsitzender im Göppinger Stadtrat weiter: „Auschwitz ist für manche in weiter Ferne, ebenso wie der Tag der Befreiung von dem menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft - und doch ist das Wiedererstarken von fremdenfeindlichen Ressentiments und Alltagsrassismus so nah. Ohne die Erinnerungen an die Vergangenheit, an die Millionen von Opfer und an Ursachen und Folgen können wir immer wieder aufkeimendem Nationalismus und Fremdenhass nur schwer etwas entgegensetzen. Die Pegida -Bewegung ist uneingeschränkt zu verurteilen. Vom Rechtspopulismus geht grundsätzlich eine schwelende Gefahr aus. Dies dürfen wir nie vergessen und ignorieren, vor allem wir LINKEN nicht. In keinem Land, weltweit, aber gerade auch in der europäischen Nachbarschaft dürfen sich Rechte oder Rechtspopulisten jemals wieder über die Menschenwürde und Menschenrechte stellen können, indem mit ihnen zusammengearbeitet wird.
Ein Regierungsbündnis mit diesen Kräften ist ein NOGO!
 


Thomas Edtmaier, der 1. Vorsitzende kommentiert in diesem Zusammenhang Oberbürgermeister Tills Redebeitrag zum Friedensgebet der Religionen auf dem Marktplatz:
"Herr Till stellte zwar klar, dass in Göppingen ein offenes Miteinander gepflegt werde, da jeder dritte Göppinger einen Migrationshintergrund habe. Er gab sich auch als überzeugter Christ zu erkennen. [..Eine Gesellschaft wird nicht friedlicher, wenn die Religion abgeschafft wird“, sagte er. Die Bibel, der Koran und die Thora seien Bücher der Liebe, nicht des Hasses...], so weit so gut. Die von ihm vermittelte wissenschaftlich fragwürdige und untheologische Selbstanalyse, dass der Islam manche Prozesse noch vor sich habe, etwa bei der Auslegung von Passagen im Koran, die eine Bekämpfung der Ungläubigen vorsehe, ist für die LINKE nicht nachvollziehbar. Auch das Alte Testament hat solche Passagen. Solche schwierigen Analysen können leicht missbraucht werden und den PEGIDA - Anhängern als Deckmäntelchen und Alibi dienen. Religion und Politik sind strikt zu trennen, in Deutschland, Europa und sonst wo auf der Welt!"  


Melek Kandilli, Migrations - u. Frauenbeauftragte des Kreisvorstandes ist es abschließend wichtig ein weiteres Zitat aus dieser Rede von Oberbürgermeister Till aufzugreifen:
[...„Der Frieden beginnt bei uns, wir müssen Hass im privaten Umfeld vermeiden“...], appellierte Oberbürgermeister Guido Till in der gleichen Ansprache. Ich habe mich darüber sehr gefreut. Es lässt zumindest hoffen, das unser Stadtoberhaupt, nicht nur zu Hause sondern auch an seinem Arbeitsplatz zukünftig so handelt."               



             Göppingen, den 27.1.2015                         

                      René Niess
Medienpolitischer Sprecher des KV Göppingen

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