Antifaschistische Bewegung in Göppingen
Spaltpilz des rechten Lagers zeigt im Kreis Göppingen bedauerlicherweiße erste Erfolge!
PRESSEERKLÄRUNG:
Antifaschistische Bewegung in Göppingen - Spaltpilz des rechten Lagers zeigt im Kreis Göppingen bedauerlicherweiße erste Erfolge!
Heute, um 10:00 bin ich als Zeuge im Prozess gegen die "Autonomen Nationalisten" geladen. Blutige Leber mit Morddrohung im Briefkasten, verschmierte Scheiben, abgefackelte Briefkästen, Brandanschlag auf meinen Hintereingang, verschmierte, abgerissene Wahlplakate seit 2008, beklebte Fenster mit Plakaten und Aufklebern, manipuliete Bremsen am Auto, Telefonterror, sowie mehrere Morddrohungen, eine besonders ernstzunehmende nach Einschätzung der ermittelnden Staatsanwaltschaft Ulm. Sie sah sich sogar veranlasst, die Deutsche Presseagentur darüber zu informieren. Stören des Neujahrsempfang der Partei DIE LINKE. im Kreis, tätlicher Angriff mit Verletzungsfolge auf unseren damaligen Kreisgeschäftsführer und jetzigen 1. Vorsitzenden, Bedrohen und Schikanieren von Genoss_innen im Kreis, usw..
Was passierte dazu in Göppingen:
Viel Solidarität, Widerstand durch die "Antifa" und die Gründung des kreisweiten Bündnisses "Kreis Göppingen Nazifrei". Leider von Vielen auch so gut wie nichts außer "Kleinreden" oder falsche Einschätzungen. Und da möchte ich gar nicht auf die Tatsache eingehen, dass OB Till noch nie ein Wort oder Zeichen des Bedauerns für den braunen Terror gegen mich, durch Nazis verletzte Genossen in Göppingen oder über die Schikanen und die Anfeindungen meiner Partei im Allgemeinen gefunden hat.
Viel schlimmer - jahrelang blieben viele konservative Kräfte fast "blind" auf dem rechten Auge. Oberbürgermeister Till sieht Göppingen nicht als "Wohlfühlort für Nazis". Für ihn sind das alles nur "böse Zugereiste". Deshalb heißt die verbotene Organisation auch "Autonome Zugereiste" oder wurden da nicht die "Autonomen Nationalisten Göppingen" verboten?
Er und seine Gesinnungs-Verwandten pochen immer noch auf eine Abgrenzung gegen jeden Extremismus und sprechen von "Linksextremisten", die sich gegen die Nazis und ihre Bewegungen zur Wehr setzen. Leider zeigten diese Spaltpilze erste Erfolge:
Einige Organisatioen nehmen nicht mehr am Bündnis "Kreis Göppingen nazifrei" teil. Die "Antifa Göppingen" ist inzwischen auch in zwei Lager zerfallen. Gestern fanden nun am gleichen Abend, um 19:00 Uhr im Bürgerhaus vom Bündnis "Kreis Göppingen nazifrei" und um 19:30 im Jugendhaus, unterstützt von der "GöppingerAntifa" und anderen Organisationen Informations-Veranstalungen gegen den Faschismus / Nationalismus statt.
ICH BIN DARÜBER ZUTIEFST BETROFFEN! ICH BLIEB DEMONSTRATIV BEIDEN VERANSTALTUNGEN FERN!
Für mich ist es inakzeptabel, dass sich Bündnisse, Gruppen, einzelne Engagierte in ihrem Widerstand gegen Menschenfeindlichkeit spalten oder spalten lassen!
Bei einer Spaltung sind immer beide Seiten mitverantwortlich.
Also nicht nur diejenigen, die die Spaltpilze setzen, wie z.B die CDU mit ihrer Erklärung vom Oktober 2014:
[..."Nun gelte es, darauf acht zu geben, dass sie dies auch nicht für Antifaschisten werde. „Politik und Bürgerschaft tragen gemeinsam die Verantwortung dafür, dass Göppingen nicht zu einer Arena für Extremisten jeglicher Couleur wird. Es gibt keinen schlechteren oder besseren Extremismus. ....."Der Vorgang sowie die aufgeregten Reaktionen der politischen Linken im Nachgang dazu zeigen aber auch: Statt Oberbürgermeister Guido Till für seine geglückte Strategie zu kritisieren, müssten sich Grüne, Linke und SPD endlich auch unmissverständlich gegenüber Antifaschisten abgrenzen. „Dies ist bisher leider nicht erfolgt....]
Da wundert es nicht, dass die "Autonomen Nationalisten Göppingen" nicht unter einem CDU - Ministerpräsidenten in BaWü verboten wurden, sondern erst unter einem GRÜNEN Ministerpräsidenten. Mappus und die CDU ließen lieber die Partei DIE LINKE. vom Verfassungsschutz überprüfen...Da erübrigt sich jeder weitere Kommentar!
Nein auch diejenigen, die sich spalten lassen!
Sie machen sich hierdurch zum Spielball konservativer Kräfte, wie Teilen des sogenannten "Bürgerlichen Lagers", AfD, PEGIDA und weitere "Rechts Außen".... . Sie schwächen sich und den Widerstand gegen die "braun-schwarze Brut".
Ich fordere alle Antifaschist_innen auf, sich wieder auf den "gemeinsamen Feind" zu konzentrieren, mit gemeinsamen Aktionen und sich nicht mit gegenseitigen Gegen-Veranstaltungen zu blamieren!
Göppingen, den 7.7.2015
Christian Stähle (KrR/StR)
Antifaschist
