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BAUVORANFRAGE: OB Till wirft Ballast ab

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BAUVORANFRAGE: OB Till wirft Ballast ab

(SüdwestPresse/NWZ 9.11.11)

In letzter Zeit hat sich Oberbürgermeister Guido Till nicht gerade in Hochform präsentiert. Das Ringen um das Grundstück an der Blumenstraße, die Niederlage der Stadt im Bieterwettstreit und Tills viel kritisierter Umgang mit dem privaten Käufer Thomas Hummel haben für dunkle Wolken über dem Göppinger Rathaus gesorgt. Till, der sich im kommenden Jahr um eine zweite Amtszeit bewirbt, geriet zunehmend in die Defensive, sah sich zu Unrecht angegriffen und zeigte sich von seiner dünnhäutigen Seite.

Und ein Ende des Konflikts war nicht abzusehen. Diese Woche loderten die Flammen erneut gefährlich hoch, als bekannt wurde, dass das Stadtplanungsamt Hummels Bauvoranfrage für ein Therapiezentrum auf dem Grundstück gegenüber der Stadthalle negativ beantwortet hatte. Das war zwar nicht die abschließende Stellungnahme der Stadt, aber schon mutmaßten Tills Gegner, der OB wolle offenbar Hummels Pläne nach wie vor blockieren.

Gestern Abend ist Till, der sich schon wieder dem verbalen Trommelfeuer seines linken Erzfeindes Christian Stähle ausgesetzt sah, in die Offensive gegangen und hat unmissverständlich erklärt, Hummel dürfe in Kürze bauen. Und disziplinarische Schritte gegen Mitarbeiter des Baurechtsamts, die Hummel über das Nein des Stadtplanungsamts zur Bauvoranfrage informiert hatten, gebe es auch nicht.

OB Till wirft Ballast ab und sehnt sich nach Frieden. Auf den ist der Rathauschef jetzt auch dringend angewiesen. HELGE THIELE

Göppingen, den 9.11.2011
Christian Stähle     
Stadtrat

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