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Der Sommerlochaufenthalt hat wohl den Kunstüberblick der NWZ verdunkelt

                                     IM GÖPPINGER GEMEINDERAT

PRESSEERKLÄRUNG:
zum Artikel NWZ/SüdWestPresse vom 5.9 - Bönsch steigt erneut aus

Der Sommerlochaufenthalt hat wohl den Kunstüberblick der NWZ verdunkelt oder wird plump Wahlhilfe geleistet ?

In Ihrer "Glosse" zum Sommerloch vergangenen Samstag beschreibt der verantwortliche "Wortzauberer" der Lokalredaktion in seinem bekannten Stil, die Abgründe des Sommerloches auf dramatische Weise.

Der LINKEN im Gemeinderat wurde erst durch die heutige Ausgabe der NWZ bewußt, wie gefährlich der Aufenthalt für Journalisten dort ist.

Nicht nur dass einem dort ein frustrierter Frakltionsvorsitzender der SPD oder die "Fratze" eines Linken laut NWZ begegnet, nein, es vernebelt auch den Journalisten auf gefährlichste Weise den objektiven Blick.

Die NWZ berichtet heute geradezu auf aberwitzige Weise, rein in Kenntnis der Erklärungen von Dr. Hans - Joachim Bönsch und der Darstellung der Kulturdezernetin aus Braunschweig Dr. Antje Hesse über die Pressestelle der Stadt, von den Vorgängen in Braunschweig. In mehrer 100 Kilometer Distanz, fern der Situation vor Ort in Braunschweig, setzt unsere Lokalpresse der Göppinger Bevölkerung heute auf Seite 2 des Lokalteils ( Ausgabenseite 14) einen rießigen "Persil - Artikel" für OB Till vor. Einziges Ansinnen, dieser für die Bevölkerung so wichtigen Information in dieser gigantischen Artikel - u. Bildgröße ist die Message:

dass sich  OB Till in seiner Vorgehensweise von damals bestätigt fühlt  und unschuldig ist am Verlust der auf25 Millionen Euro geschätzte Sammlung Bönsch sowie das für den Ankauf und die Erweitung angedachte weitere Vermögen in der Kunststiftung über 15 Millionen Euro.

Warum so über eines der ersten inkompetenten Waterloo`s  von OB Till so gefärbt, aufgewärmt berichtet wird und das auch noch ohne vernünftige Rechrche, bleibt wohl in den tiefen Gedanken - Abgründen, geprägt durch das selbstbeschriebene Grauen des Sommerloches, des Journalisten verborgen.

In der Glosse von vergangem Samstag wird auch von einem vom Himmel fallenden Objekt gesprochen.
Es bleibt nur zu hoffen, dass es in der Lokalredaktion der NWZ keine größeren Schäden erzeugt hat. Nimmt man aber die aberwitzige Schlußfolgerung im Kommentar ernst: 

"Daher war die Entscheidung-im Nachhinnein betrachtet - tatsächlich hundertprozentig richtig.",

muss man allerdings das Schlimmste befürchten.

Da aber für DIE LINKE. im Gemeinderat, angesichts wachsender sozialer Ungleichheit der freie Zugang zu Kultur und kultureller Bildung immer wichtiger wird und somitKultur als Pflichtaufgabe der Kommunesieht, hat sie nach wie vor kein Verständnis für diesen gravierenden Fehltritt von OB Till von damals. Das falsche Verhalten von OB Till endete in einem Rechtsstreit, den die Stadt nicht gewann! Die Verhandlung vor dem Landesgericht Stuttgart endete schließlich in einem Vergleich.

Die Ferien gehen am Sonntag zu Ende, da bleibt nur zu hoffen, dass die Lokalredaktion sich von Ihrem Ausflug ins Sommerloch schnell erholt und außerhalb des Sommerloches die "abgrundtiefe" Berichter-stattung auf Wahlmanagerebene für OB Till ein trauriger Ausrutscher war, und ein jähes Ende durch ihr  Auftauchen aus dem Sommerloch findet!

  Göppingen, 5.9.2012
  Christian Stähle (StR)
 Oberbürgermeisterkandidat


aus Art-in:
Nun verliert auch die Kunsthalle Göppingen ihre Sammlung: Der vom Wolfsburger Sammlerehepaar Dr. Hans-Joachim Bönsch und Elisabeth Bönsch zusammengetragene Werkzyklus wird in Zukunft nicht mehr in Göppingen zu sehen sein. Als Grund wurde der von der Stadt abgelehnte, jedoch vertraglich festgelegte Anbau an die Kunsthalle genannt, die der Sammlung weiteren Platz gewähren sollte.
2002 war zwischen der Stadt - in Person von Oberbürgermeister Reinhard Frank - und dem Sammler vertraglich festgehalten worden, dass die Kunststiftung Bönsch – in der sowohl Sammlung als auch Vermögenswerte eingebunden sind – in die Kunsthalle Göppingen einfließt. Als Gegenleistung wurde mit der Stadt vereinbart, bis 2007 einen Anbau an die Kunsthalle fertig zu stellen, sowie für die kuratorische Betreuung zu sorgen.
Der mittlerweile schlechten finanziellen Lage der Stadt Göppingen entgegnete der seit Januar 2005 eingesetzte Oberbürgermeister Guido Till nun mit weitreichenden Haushaltssanierungen, die auch den ca. 3 Millionen Euro schweren Anbau an die Kunsthalle betrafen und diesen schließlich bis mindestens 2009/2010 auf Eis legten. Für Bönsch ein klarer Vertragsbruch, der letztendlich sogar in einer Gerichtsverhandlung endete. Das Tischtuch sei nach Anfrage des Kultur-Kanal bei Kunsthallen-Leiter Werner Meyer schon „längst zerschnitten“.
Die Verhandlung vor dem Landesgericht Stuttgart endete schließlich in einem Vergleich: „Beide Parteien sind sich darüber einig, dass die Stadt die verbindliche Verpflichtung eingegangen ist, für die Stiftung Bönsch einen Anbau an die Kunsthalle errichten zu lassen“, heißt es in der Erklärung. „Herr Till versichert, dass es nach wie vor Ziel der Stadt sei, diesen Anbau bis zu dem im Vertrag genannten Zeitpunkt, nämlich 2007, fertig zu stellen. Er ist allerdings der Auffassung, dass dieser Fertigstellungstermin selbst nicht verbindlich festgelegt worden ist, sondern, wie bereits die Wortwahl im Vertrag („soll“) zeige, lediglich als Zielvorstellung, abhängig von der finanziellen Machbarkeit. Die Stifter und die Stiftung vertreten demgegenüber die Auffassung, dass ungeachtet dieser Wortwahl das Jahr 2007 als spätester Fertigstellungstermin verbindlich vereinbart worden sei.“
So wird man nun in Göppingen auf die auf 25 Millionen Euro geschätzte Sammlung Bönsch sowie das für den Ankauf und die Erweitung angedachte weitere Vermögen in der Kunststiftung über 15 Millionen Euro verzichten müssen.

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