DIE LINKE. im Gemeinderat prüft die rechtliche Möglichkeit eines Boykottaufrufes
IM GÖPPINGER GEMEINDERAT
PRESSEERKLÄRUNG:
DIE LINKE. im Gemeinderat prüft die rechtliche Möglichkeit eines Boykottaufrufes an die Göppinger Bevölkerung: "Ihr Einkauf bei EDEKA - Nanz unterstützt die Zerstörer unserer städtischen Baukultur!"
DIE LINKE. im Göppinger Gemeinderat wird, wie vor Wochen bereits angekündigt, nicht kampflos hinnehmen, dass die Investoren am Apostelareal das klassizistische Gebäude "platt machen"!
Moderne Architektur in einer Stadt“–Verbindung von alt und neu!
Seit Jahrzehnten nimmt die Bautätigkeit in den Städten zu und macht auch vor den Alt- städten nicht halt. Gerade Städte die durch geschichtliche Großbrände und Bomenabwürfe im 2. Weltkrieg nur noch wenig historische Bausubstanz haben, sind da gefordert! Doch bei der Betrachtung und Bewertung zeitgenössischer Eingriffe in historische Stadtensembles gehe es bei weitem nicht nur um moderne Gebäude. Auch im Bereich der Stadtplanung und bei der Neugestaltung öffentlicher Flächen wie Plätze oder Parks kann man viel falsch machen.
Von den Bürgern sollten Kommunalpolitiker abgewählt werden, die in Sachen Stadtplanung jahrelang „komplett versagt haben“. Man hat alles den Interessen der Immobilienhaie untergeordnet. Erst im Zuge der Wirtschaftskrise hat der Druck in jüngster Zeit ein wenig nachgelassen.
Doch auch die Investoren, die nicht bereit sind vor Ort den Bürger_innen Ihre städtische Bau - Kultur zu erhalten, gehören abgestraft. Von Boykottaufrauf bis Unterschriften-kampagnen, Demonstrationen von den Geschäftstüren, kann sich DIE LINKE. - vor, - im und - nach dem OB-Wahlkampf viel vorstellen!
Als besonderen Skandal empfindet DIE LINKE. im Göppinger Gemeinderat, dass sich die städtische WGG an diesem baulichen Verbrechen beteiligen will.
Daß der OB schweigt ist hingegen normal. Wenn Ihm die Tage der Gemeinderat nicht die Gefolgschaft verweigert hätte, würde der wohl weiterhin das Ansinnen von "OBI" und "RIEGER" unterstützen, das "Industriedenkmal Schornstein auf dem Weberareal", zu einer Werbesäule verkümmern lassen.
Göppingen, den 30. Juli 2012
Christian Stähle
Stadtrat
