DIE LINKE. im Göppinger Gemeinderat beteiligte sich nicht an der Wahl der Neubesetzung der Bezirks-amtsleitung in Faurndau!
IM GÖPPINGER GEMEINDERAT
PRESSEERKLÄRUNG:
Nicht alles was nach Paragraphen rechtens ist, ist von Fairness und Anstand geprägt.
DIE LINKE. im Göppinger Gemeinderat beteiligte sich nicht an der Wahl der Neubesetzung der Bezirks-amtsleitung in Faurndau!
Für die ausgeschriebene Stelle gab es 12 Bwerber_innen, die sich auf die Ausschreibung bei der Stadt Göppingen beworbenen hatten. Es gab zwei weitere Bewerbungen aus der Mitte der Stadtverwaltung. Und es gab eine Bewerbung, die sich ursprünglich auf eine andere Stelle bei der Stadt beworben hatte. Diese Bewerberin bestätigte erst heute in Ihrer Vorstellung wieder, dass Ihr von Oberbürgermeister Till und der
1. Bürgermeisterin Frau Zull nahegelegt wurde, sich auf die ausge-schriebene Stelle zur Bezirksamtsleiterin zu bewerben.
Für DIE LINKE. im Gemeinderat stand zu keinem Zeitpunkt der Verdacht im Raum, Oberbürgermeister Till hätte gegen Gesetze verstossen. Wäre dies der Fall gewesen, hätte DIE LINKE.im Gemeinderat, dies mit einer Dienstaufsichtsbeschwerde überprüfen lassen. Die LINKE. im Gemeinderat hat desshalb lediglich beim Regierungspräsidium einen Fragenkatalog mit der Begründung eingereicht:
......"In den letzten Tagen hat DIE LINKE im Göppinger Gemeinderat Verfahrensweisen zur Kenntnis nehmen müssen, die zumindest die berechtigte Sorge um ein objektives Auswahlverfahren ausgelöst hat. Da die Stelle durch den Göppinger Gemeinderat direkt, also auch unter meiner Mitwirkung, besetzt wird, habe ich mir erlaubt einige Fragen aufzuwerfen. Durch die Beantwortung ihres Hauses erhoffe ich mir die Gewissheit, an dem nun plötzlich vorgezogenen Wahlverfahren am 19. April 2012, an einem fairen Auswahlverfahren mitzuwirken."......
Die einzige Bewerber_in aus den zwölfen, die sich auf die Aus- schreibung außerhalb der Stadtverwaltung, von selbst beworben hatte, hat nach der Berichterstattung der Presse, über Fairness und Chancen-gleichheit, Ihre Bewerbung zurückgezogen und dies auch so der Stadt mitgeteilt. Es bekamen die Favoritin der Verwaltungsspitze und die zwei städtischen Mitarbeiterinnen eine Chance sich im Gemeinderat vorzustellen. Die von Anfang an favorisierte Bewerberin wurde heute gewählt.
Nicht alles was gerade noch nach Paragraphen rechtens ist, ist auch fair und anständig!
DIE LINKE. im Gemeinderat wurde den Eindruck nicht los, dass es eine voreingenommene Vorauswahl und Unterstützung gab. DIE LINKE. findet dies besonders bedauerlich, weil an der Fachkompetenz, der nun gewählten neuen Bezirksamtsleiterin, auch DIE LINKE. keinen Zweifel hat. DIE LINKE. im Gemeinderat ist der Überzeugung, dass bei einem nach außen unvoreingenommenen wirkenden Prozedere, die Chancen von Frau Müller nicht schlechter gewesen wären. So bleibt für
DIE LINKE. ein "Geschmäckle" übrig, das Frau Müller gar nicht verdient hat!
DIE LINKE. im Göppinger Gemeinderat hat sich desshalb auch nicht an Wahl beteilgt und dem Amtsleiter Herrn Schwaak den Stimmzettel während des Wahlvorganges zurückgegeben.
Göppingen, den 19.4.2012
Christian Stähle
Stadtrat
