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Ein Kämpfer für Gerechtigkeit - Ein Linker mit Fürstentum-Faible

KREISVERBAND GÖPPINGEN & GEISLINGEN

Bundestagswahlkampf - THOMAS EDTMAIER unser Direktkandidat in den Medien

 

Ein Kämpfer für Gerechtigkeit - Unsere Zeitung stellt die Wahlkreiskandidaten der im Bundestag vertretenen Parteien vor. Die Serie startet heute mit dem Bewerber der Linken, Thomas Edtmaier (48). Er fordert einen gerechten Lohn für alle Bürger.   SüdwestPresse/NWZ CHRISTINE BÖHM

Thomas Edtmaier, der Göppinger Bundestagskandidat der Linken, vor dem Badhaus der historischen Arbeitersiedlung in Kuchen:
Dieser Ort bedeutet dem 48-Jährigen etwas, weil er für ihn ein fortschrittliches Beispiel für das Engagement eines Chefs für seine Arbeitnehmer ist.       Foto: Giacinto Carlucci

Thomas Edtmaier steht zwischen den historischen Gebäuden der ehemaligen Arbeitersiedlung in Kuchen. Rote Backsteine, in der Mitte ein alter Brunnen, Laubengänge an den Häusern. Der Göppinger Bundestagskandidat der Linken lächelt in der Sonne und humpelt nach seiner Meniskusoperation mit Hilfe von Krücken in roten Schuhen über die großen Pflastersteine. Die Siedlung ist für ihn ein wichtiger Ort. Denn hier hatte der Baumwoll-Industrielle Arnold Staub ab 1857 eine Baumwollspinnerei und -weberei betrieben und in seinem Betrieb mehr als 800 Mitarbeiter beschäftigt. Edtmaier sieht an diesem Nachmittag entspannt aus. Seine Worte sind dafür umso drastischer: "So etwas fehlt mir heute." Damit meint der Bundestagskandidat aber nicht, dass Unternehmen eine Siedlung bauen sollen, wo Arbeitnehmer wohnen und arbeiten können.Es geht Edtmaier um die Symbolik. "Damals war das eine fortschrittliche Weise, den Arbeitern etwas zu bieten." Beispielsweise stand ein Badhaus zum Waschen zur Verfügung. Heute wünscht sich der 48-Jährige mehr Arbeitgeber, die das Engagement ihrer Angestellten auf gerechte Weise vergüten. "Wir müssen wieder davon wegkommen, dass Mitarbeiter als Human Resources (engl. für menschliche Ressourcen) bezeichnet werden. "Herr Zetsche baut keine Mercedes. Das machen seine Arbeitnehmer." Ein wichtiger Punkt im Wahlprogramm der Linken ist deswegen ein Mindestlohn in Höhe von zehn Euro. ...

...Auf die Idee, für den Bundestag zu kandidieren kam Edtmaier, der in Göppingen geboren wurde und gerne schwäbisch spricht, im vergangenen Jahr. Bisher hängt sein Konterfei aber noch nirgends im Kreis Göppingen. Das komme erst und habe damit zu tun, dass politische Gegner gerne Plakate zerstörten oder Hakenkreuze auf Gesichter malten, erzählt der Kreisgeschäftsführer der Linken. ...

...Seine Familie - Edtmaier ist verheiratet und hat einen zehnjährigen Sohn - steht hinter ihm. Der Wohnort sollte auch im Falle eines Einzugs in den Bundestag Göppingen bleiben: "Ich habe hier meinen Lebensmittelpunkt", sagt er. ...

...Dass seine Partei in den jüngsten Umfragen derzeit bei acht Prozentpunkten liegt, nur zwei Punkte hinter den Grünen, freut Edtmaier natürlich. Der erneute Einzug in den Bundestag sei damit gesichert. Eine Koalition mit SPD und Grünen wäre für ihn sehr gut vorstellbar. Der 48-Jährige sagt: "Es liegt nicht an uns. Die Tür ist offen, eintreten müssen die anderen."...

Link zum ganzen Artikel: http://www.swp.de/goeppingen/lokales/goeppingen/Ein-Kaempfer-fuer-Gerechtigkeit;art5583,2189907

 

Bundestagskandidat: Ein Linker mit Fürstentum-Faible    Stuttgarter Zeitung Andreas Pflüger

                                                  Foto: Horst Rudel

                                                Foto: Horst Rudel

Er ist Sozialversicherungsangestellter und arbeitet für die AOK-Dienstleistungsgesellschaft ITS-Care in Stuttgart. Er sammelt Briefmarken, schwerpunktmäßig aus dem Fürstentum Liechtenstein, ist Vorsitzender des Postwertzeichen-Sammlervereins Göppingen und ehrenamtlicher Geschäftsführer des Rings der Liechtenstein-Sammler. Er hat Handball gespielt und betreut heute zusammen mit seiner Ehefrau Grit, einer ehemaligen Siebenkämpferin, Nachwuchsleichtathleten bei der Göppinger Turnerschaft, unter anderem den gemeinsamen zehnjährigen Sohn Nils.

Das Profil eines klassischen Linken, der für seine Partei in den Bundestagswahlkampf zieht? – Wohl eher nicht. Und doch passen diese Facetten ebenso zu Thomas Edtmaier wie sein politisches Engagement. Ja, viel mehr noch, sie machen es überhaupt erst möglich. Im Beruf hat er mit Menschen zu tun, sitzt an der Schnittstelle zwischen EDV-Experten und den Sachbearbeitern, kennt beide Seiten und weiß, wo der Schuh drückt. „Die Hobbys brauche ich zum Ausgleich und zum Entspannen“, sagt der 48-Jährige, der früher einmal Lang hieß und mit der Heirat den Nachnamen seiner Frau angenommen hat. ...szmtag

...Familie als höchstes Gut, Briefmarken als Hobby

Der Sport ist dabei nur eine Ebene, auf der die Familie Edtmaier etwas zusammen unternimmt. Und weil die Familie „mein höchstes Gut ist, ist das für mich sehr wichtig“, erklärt der gebürtige Göppinger. ....

...Geprägt durch die Antifa-Bewegung und weil schon seine Eltern die Parole „Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!“ verinnerlicht hatten, „bin ich ein Roter geworden“, erklärt er seine politische Sozialisation. Viele Jahre sei er SPD-Mitglied gewesen, und wie viele andere habe er den Sozialdemokraten wegen der Hartz-IV-Gesetze den Rücken gekehrt. Jedoch rannte er nicht gleich zur nächsten Partei, sondern wandte sich seinem originären Anliegen zu: der Antifa-Arbeit.

„Vor der Kommunalwahl 2009 hat mich Christian Stähle angesprochen, ob ich als freier Kandidat auf der Linken-Liste antreten wolle“, erinnert sich Edtmaier. Er wollte – und hat sich später entschlossen, Mitglied zu werden. ...

...Zum anderen ist für ihn nach der Bundestagswahl 2013 vor der Kommunalwahl 2014. „Es tut jedem politischen Gremium gut, wenn wir drin sind, einem Gemeinderat und einem Kreistag ebenso wie dem Bundestag“, nennt er einen weiteren Grund. Sein eigener Bekanntheitsgrad erhöhe sich durch die jetzige Wahl und schade daher für einen möglichen Erfolg auf kommunaler Ebene im nächsten Jahr sicher nicht. „Ich möchte jetzt ein gutes Ergebnis erreichen und danach hier im Landkreis gute Arbeit machen. Man wird auf jeden Fall weiter von mir hören“, versichert der Sozialversicherungsangestellte. ...

...Die Linke sei, das habe auch der Bundesparteitag in Dresden gezeigt, im Umbruch, weil eine neue Generation heranwachse. „Das müssen wir kommunizieren und weiter daran arbeiten, um als konsensfähig wahrgenommen zu werden“, betont Edtmaier, bei dem – wieder auf die Briefmarken bezogen – ebenfalls ein Umbruch ansteht. Neben Liechtenstein sammelt er Marken mit Schafsmotiven. Nun kommt die Politik ins Hobby. Eine weitere Themensammlung nimmt sich der Widerstandskämpfer gegen das Naziregime an.

Link zum ganzen Artikel: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.bundestagskandidat-ein-linker-mit-fuerstentum-faible.b87f195d-bf8d-46b0-835b-204dce9905ba.html


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