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Gabriele Zull bekommt gute Noten

Artikel SüdwestPresse/NWZ 13. Mai 2016 / Daniel Grupp


PRESSEECHO:

Artikel SüdwestPresse/NWZ 13. Mai 2016 / Daniel Grupp

 

Göppingen - Gabriele Zull bekommt gute Noten

Gabriele Zull werden bei der OB-Wahl in Fellbach gute Chancen eingeräumt. In Göppingen wird der mögliche Abschied der Beigeordneten bedauert.

Gabriele Zull erhält für ihre Arbeit als Erste Bürgermeisterin der Stadt Göppingen gute Noten. Falls die 49-Jährige mit ihrer Kandidatur als Oberbürgermeisterin von Fellbach Erfolg hat, wird ihr Weggang in Göppingen auf großes Bedauern stoßen. "Sie hat gute Arbeit geliefert", sagt der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion, Armin Roos. Er würde es bedauern, wenn die Beigeordnete Göppingen verlässt. Den Erfolg bei der OB-Wahl in Fellbach am 18. September traut der SPD-Mann ihr auf jeden Fall zu: "Ich glaube, dass sie gute Chancen hat". Roos kann aber verstehen, dass Zull die Chance ergreifen möchte, das Göppinger Rathaus zu verlassen, denn gerade in der Zusammenarbeit mit Oberbürgermeister Guido Till sei es nicht zum besten gestellt - was Armin Roos nicht der Ersten Beigeordneten anlastet.


"Zwei Herzen schlagen in meiner Brust", bewertet Dr. Emil Frick die Bewerbung von Gabriele Zull. "Sie hat für mich die absolute Qualität, OB zu sein", meint der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Göppingen (FWG), denen auch Zull angehört. "Gabi Zull ist eine ganz hervorragende Erste Bürgermeisterin von Göppingen. Sie habe vieles bewegt. Falls sie gewählt wird, werde es schwer werden, einen gleichermaßen qualifizierten Nachfolger zu finden, glaubt Frick. Sie hinterlasse "große Schuhe". Zum schwierigen Verhältnis zwischen ihr und Till gibt Frick eine indirekte Antwort: "Wäre ich OB von Göppingen und hätte Gabi Zull als Beigeordnete, ich würde ohne Wenn und Aber darum kämpfen, dass sie bleibt."

"Sympathisch, engagiert und mit hoher sozialer Kompetenz" - so beschreibt Christoph Weber, Fraktionschef der Grünen, Gabriele Zull. Sie habe ein "gutes Standing" bei seiner Fraktion, betont Weber, der Zulls Kandidatur in Fellbach gut nachvollziehen kann.


"Ich bedaure es. Es ist eine Katastrophe für die Sozialpolitik unserer Stadt", kommentiert Christian Stähle die Bewerbung. Der Chef der Göppinger Gemeinderatsfraktion von Linken und Piraten (LiPi), hält es für "menschlich normal", dass die Erste Beigeordnete nach neuen Ufern strebt. "Er nimmt ihr die Luft zum Atmen", beschreibt Stähle das Arbeitsklima zwischen der Beigeordneten und OB Till. Er wünschte sich einen besseren Teamplayer als OB.

In Fellbach scheint die Bewerberin Zull bisher eine gute Figur zu machen. Auch die CDU der Remstalstadt hat schon erste, "sehr vielversprechende" Gespräche mit der Göppingerin geführt, berichtet der Vorsitzende von CDU-Stadtverband und -Fraktion, Hans-Ulrich Spieth. Heute Abend wird es ein weiteres Treffen geben, dessen Ziel es sein werde, Zulls Kandidatur zu unterstützen. Er sei sehr zuversichtlich, dass die Bewerberin die Mitglieder des Stadtverbands und der Fraktion von ihrer Persönlichkeit und ihren Fähigkeiten überzeugen kann, erklärt Spieth.

Zusammentreffen wird Zull heute Abend auch mit den Fraktions- und Vereinsvertretern der Freien Wähler und Freien Demokraten (FW/FD) in Fellbach. "Nachdem die Sondierungsgespräche jetzt abgeschlossen sind, hat sich unsere Fraktion für eine Unterstützung der Kandidatur von Gabriele Zull ausgesprochen", verkündete der Fellbacher FW/FD-Fraktionschef Ulrich Lenk gestern in einer Pressemitteilung. Heute Abend sollen die Vertreter der FW/FD die Möglichkeit "zum näheren Kennenlernen und zum Meinungsaustausch mit Frau Zull" erhalten.


Die Juristin arbeitet seit 1995 im Göppinger Rathaus, wo sie 2001 die Leitung des Rechtsreferats und 2007 den Fachbereich Recht, Sicherheit und Ordnung übernahm. 2011 wurde sie vom Gemeinderat zur Ersten Beigeordneten der Stadt gewählt. Seitdem ist die gebürtige Tübingerin auch für Kultur und Stadtmarketing, Schulen, Sport und Soziales zuständig. Gabriele Zull, verheiratet und Mutter eines Sohnes, möchte in Fellbach als parteilose und unabhängige Bewerberin ins Rennen gehen. Fellbach sei eine "besonders vitale Stadt", die es ihr wert sei, "persönlich noch mehr Verantwortung zu übernehmen", betonte Gabriele Zull gestern.


Göppingen, den 13.5.2016

Christian Stähle (KrR/StR)
  Fraktionsvorsitzender        

 

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