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JA für eine demokratische Zukunft der Türkei

AUFRUF ZUR INTERNATIONALEN SOLIDARITÄT HINSEHEN & WEGBLEIBEN - BOYKOTTAUFRUF VON REISEN in Machthaber Erdogans Türkei


PRESSEMITTEILUNG:  

JA - für eine demokratische Zukunft der Türkei
- AUFRUF ZUR INTERNATIONALEN SOLIDARITÄTHINSEHEN & WEGBLEIBEN
- BOYKOTTAUFRUF VON REISEN in Machthaber Erdogans Türkei
 


Auf nach Istanbul, türkische Badestrände etc.? Oder die Türkei boykottieren? Eine Reise in ein Land, das die  Menschenrechte missachtet, die Pressefreiheit aushebelt und nun die Demokratie außer Kraft setzt, muss jeden Demokraten, jede Demokratin bezüglich eigener Ansprüche auf die Probe stellen.   Olympische Spiele 1936 in Berlin, Boykott des Hitler-Deutschland vor Kriegsausbruch, war nach 1945 das Thema schlechthin. Der Vorwurf an die damaligen Regierenden und Menschen im Allgemeinen: WARUM HABT IHR WEGGESEHEN?

Reiseland Türkei: Fährt man hin, fährt man nicht hin? Solch ein schönes Ziel bei der Reiseplanung außen vor zu lassen, ist nicht leicht. Die Menschen sind gastfreundlich, die Reisebusse bequem und das Fremde dort ist auf eine angenehm vertraute Art fremd.

Aber irgendwie muss man dem Land doch zu verstehen geben, dass man nicht versteht, warum es sich einem so selbstherrlichen Präsidenten wie Erdoğan unterstellt, dass einem der übersteigerte Nationalismus missfällt, dass man die Politik im Osten des Landes, der sich gerade erholt hatte und wo nun der falsche Krieg geführt wird, unsäglich findet.


Boykott-Aufrufe seien nicht nützlich, sagen viele. Der Boykott im Tourismus ist ein alt gedientes Debattenthema. Seit Jahren diskutiert man leidenschaftlich über die Frage:

Darf man, soll man in Länder fahren, die Menschenrechte nicht achten?

NEIN, weil man dadurch ein Zeichen setzt und im besten Fall Machthaber zu Zugeständnissen zwingt.   JA, weil die Menschen im Land doppelt gestraft sind, wenn man ihnen Geld und Begegnung vorenthält.  

 

Das JA-Argument, darf nicht gelten, weil die überwiegende Mehrheit der türkischen Bevölkerung Machthaber Erdogan unterstützt. Die Hoffnung ist schlicht illusorisch, dass man etwas verändern kann, wenn man ein Land bereist, in dem Menschen nicht unser Maß an Freiheit leben dürfen. Die gesellschaftlich Abgehängten provitieren eh nicht von Erdogans Politik und mittelfristig wie langfristig sind Diktatoren das größte Übel für die Bevölkerung.   Viel zu lange spielte die Lage in autokratisch regierten Urlaubsländern keine Rolle - vor allem, was die Diktaturen im Nahen Osten anging. Wie es dort wirklich aussieht, ist vielen erst durch den Arabischen Frühling ins Bewusstsein gedrungen. In Ägypten unter Mubarak und in Tunesien unter Ben Ali hatte die stets hilfsbereite Tourismuspolizei den Weg gewiesen und die Urlauber hatten vor lauter Begeisterung über das gute Essen und den warmen Sand hingenommen, dass derselbe Staatsapparat seine Kritiker foltert. Diktaturen sind ja oft ein besonders angenehmes Reiseziel. Sie bieten dem Reisenden ein Gefühl von Sicherheit, nur ist die häufig blutig erkauft.  


ALSO HINSEHEN & WEGBLEIBEN - INTERNATIONALE SOLIDARITÄT für den Erhalt der Demokratie in der TürkeiDie eigens für den Boykottaufrauf geschaffene Facebookseite ist aktiv!  

www.facebook.com/Boykottaufruf-von-Reisen-in-Machthaber-Erdogans-T%C3%BCrkei-1284416258254637/

Mit dem "Liken" und "Teilen" dieses BOYKOTTAUFRUFES für Türkeireisen ist es möglich dem Machthaber Erdogan, seinen Anhängern und Wählern die rote Karte zu zeigen. Ein Schneeball kann eine Lawine auslösen. Lasst uns daran arbeiten, dass der Widerstand Weniger am Ende für eine Lawine der Ablehnung einer Erdogan Türkei wird.  


Göppingen, 22.5.2016  

Kreisverband DIE LINKE. Göppingen & Geislingen
DIE LINKE. im Kreistag des Landkreises Göppingen
DIE LINKE. im Stadtrat Göppingen

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