Kreistag: Erweiterung des Leistungsangebotes der Alb-Fils Kliniken
Antrag: Der Kreistag möge die Verwaltung beauftragen, innerhalb 3 Monaten, mit der Geschäftsleitung der Alb-Fils Kliniken die medizinische Erweiterung einer Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik zu prüfen und dem Plenum zu berichten. Ziel soll sein, die bauliche und konzeptionellen Planungen so vorzubereiten, dass vor der Sommerpause der Beschluss durch den Kreistag, Beirat und Aufsichtsrat gefasst werden kann, dass innerhalb des bisherigen Spektrums der Alb-Fils Kliniken eine medizinische Abteilung mit 3 Stationen, nach dem Vorbild z.B. des Klinikum Heidenheim, für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Neubau betrieben wird.
Erweiterung des Leistungsangebotes der Alb-Fils Kliniken um eine medizinische Fachabteilung für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik an der neuen Klinik Am Eichert
Sehr geehrter Herr Landrat Wolff,
in stringenter Folge der unterirdischen Handlungsweise des Privat-Klinikums Christophsbad stelle ich einen Antrag für die Sitzung am 19.1.2018.
Da ich keinem Ausschuss als Einzelkreisrat angehöre, bitte ich um Aufnahme in die Tagesordnung der Plenumssitzung vom 19.1.2018.
Ich werde den Antrag öffentlich machen!
Mit freundlichen Grüßen
Christian Stähle
(KrR/Str)
Antrag:
Der Kreistag möge die Verwaltung beauftragen, innerhalb 3 Monaten, mit der Geschäftsleitung der Alb-Fils Kliniken die medizinische Erweiterung einer Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik zu prüfen und dem Plenum zu berichten. Ziel soll sein, die bauliche und konzeptionellen Planungen so vorzubereiten, dass vor der Sommerpause der Beschluss durch den Kreistag, Beirat und Aufsichtsrat gefasst werden kann, dass innerhalb des bisherigen Spektrums der Alb-Fils Kliniken eine medizinische Abteilung mit 3 Stationen, nach dem Vorbild z.B. des Klinikum Heidenheim, für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Neubau betrieben wird.
Begründung:
Ein kooperatives Nebeneinander des Privatklinikums Christophsbad und der Alb-Fils Kliniken wurde einseitig von der Geschäftsleitung des Christophsbades aufgekündigt.
Bei der Schlaganfallszuständigkeit wurde einseitig eine Einzelstellung/Zuständigkeit vom Christophsbad, unter dem Vorwand optimaler Patientenbetreuung, beantragt.
In der Sitzung des Kreistages vom 8.12.2017 machte der Geschäftsführer Bernhard Wehde vor dem Plenum zum einen deutlich, dass man am Ende eines Entscheidungsprozesses angekommen sei und zum anderen nach den 2 Jahren Laufzeit "Schlaganfallbehandlungs-Zuständigkeit", die durch Sozialminister Lucha einseitig angeordnet wurde, den Alleinigkeitsanspruch fortführen werde. Ja er davon ausgeht, dass das Ministerium nach den 2 Jahren nichts an der Zuständigkeit ändert.
Auf Grund des Klinkneubaues und der Notwendigkeit des Erreichens der "Schwarzen Null" ist der Verlust der Schlaganfallszuständigkeit unter betriebswirtschaftlicher Hinsicht ein gezielter monetärer Schlag gegen die Alb-Fils Kliniken.
In Verantwortung für Mitarbeiter, Patienten sowie Standort- & Neubausicherung ist es dringend notwendig, kompensatorisch weitere Einnahmen zu generieren. Durch die Aufnahme von einer medizinischen Abteilung mit 3 Stationen für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, bei denen ein hoher Bedarf auf dem "Medizinischen Markt" besteht, lässt eigentlich aus kompensatorischen Gründen keine andere Entscheidung zu. Durch den Entzug der Zuständigkeit zur Betreuung von Schlaganfalls-Patienten entsteht den Alb-Fils Kliniken ein gravierender Einnahmeverlust, der womöglich durch das Nichterreichen der Schwarzen Null, den Standort, bzw. den Neubau (durch die dann fehlenden Fördergelder des Sozialministeriums in ausreichend prozentualer Höhe) massiv gefährdet. Nur so ist auch die Aussage von Herrn Minister Lucha und seinem Sprecher zu deuten, dass er die Standortfrage NICHT final entschieden sieht!
Auf Grund des Schrittes durch die Geschäftsführung des Privat-Klinikums Christophsbad, eigene egoistische und nicht wie bisher partnerschaftliche Wege, im gleichen Landkreis, zu gehen, macht die bisherige Rücksichtnahme und Zurückhaltung der Alb-Fils Kliniken im Bereich Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik obsolet!
Hier die Erläuterung zu der neuen medizinischen Abteilung:
Schwerpunkte:
Die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik umfasst drei Stationen mit insgesamt X Betten und eine Tagesklinik mit X Behandlungsplätzen. Auf zwei gemischten, offenen Akutstationen werden sämtliche Patientengruppen der Allgemeinen Psychiatrie und der Gerontopsychiatrie behandelt. Auf der dritten Station befindet sich eine X-Betten-Einheit für Psychotherapeutische Medizin (Psychotherapie und Psychosomatik) und eine Behandlungseinheit zur motivierenden Entzugsbehandlung bei Alkohol- oder Medikamentenabhängigkeit. Die Stationstüren aller Stationen sind (fast) immer offen. Die Alb-Fils Kliniken bieten neben dem Christophsbad eine Vollversorgung für den Landkreis Göppingen an.
Psychotherapie und Psychosomatik:
In die Behandlungseinheit für Psychotherapie und Psychosomatik werden Patienten aufgenommen, die aufgrund von psychosozialen Belastungen körperliche Funktionsstörungen oder emotionale Probleme entwickelten. Darüber hinaus werden Patienten versorgt, die die Krankheitsfolgen einer gravierenden körperlichen Erkrankung oder einer remittierenden psychiatrischen Erkrankung nicht (mehr) bewältigen können und dazu psychotherapeutische Unterstützung benötigen. In die Behandlungseinheit werden auf Wunsch der Betroffenen auch Patienten aus den umliegenden Landkreisen aufgenommen.
Psychiatrische Institutsambulanz:
Eine Behandlung in der neuen Psychiatrischen Institutsambulanz ist vor allem sinnvoll für Patienten, die aufgrund dann langer oder häufiger stationärer Behandlungen einen intensiven Bezug unserer Klinik aufgebaut haben und nur unter Gefahr der Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes weiter verwiesen werden könnten.
Qualifizierte Entzugsbehandlung:
Die Alb-Fils Kliniken bieten dann mit ihrem Konzept zur qualifizierten Entzugsbehandlung auch einen zentralen Baustein der (lokalen) Suchtkrankenhilfe im Landkreis Göppingen an. Über den eigentlichen Entzug hinaus soll hierbei über gezielte Motivationsarbeit der Einstieg in den Ausstieg aus Missbrauch und Abhängigkeit erreicht werden.
Psychiatrische Tagesklinik:
Auf dem Krankenhausgelände findet sich dann auch eine Psychiatrische Tagesklinik mit 15/20 Behandlungsplätzen
Göppingen, den 13. Dezember 2017
Christian Stähle
(KrR/StR)
