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Leise Misstöne beim Fest des Friedens in Göppingen

                IM GÖPPINGER GEMEINDERAT

PRESSEECHO:

Freudentag in Göppingen- Leise Misstöne beim Fest des Friedens  Stuttgarter Zeitung, Corinna Meinke,10.06.2013

Göppingen - Der 363. Göppinger Nationalfeiertag hat die Menschen wieder in Scharen in die Stadt gelockt. Einer der Höhepunkte war der Festumzug, bei dem Tausende Menschen die Strecke säumten. Obwohl sich Göppingen gerne als tolerante und demokratische Stadt präsentiert, wird der Stadtrat der Partei Die Linke bereits zum dritten Mal nicht zu den offiziellen Treffen der Gemeinderatsvertreter mit den Partnerstädten im Rahmen des Maientags geladen. Begründung: als Einzelstadtrat gehört er keiner Fraktion an.

Kulturelle Vielfalt dank 55 verschiedenen Nationen

Rund 3000 Schülerinnen und Schüler verwandelten die Straßen der Innenstadt mit ihrem Defilé zu einer Bühne für die Jugend in der Stadt. Die ausländischen Vereine ihrerseits bereicherten den Umzug nicht nur mit ihren Trachten und Kostümen, sondern repräsentierten gleichzeitig die oft beschworene kulturelle Vielfalt Göppingens, wo 55 verschiedene Nationalitäten mit 85 Sprachen zu Hause sind. Zum ersten Mal beteiligte sich auch der Chinesisch-Deutsche Kulturverein, der einen viele Meter langen Textildrachen, ein Symbol für Macht und Stärke, durch die Straßen schlängeln ließ.

Der OB nutzt das Fest für eine Regierungserklärung

Der erste Mann der Stadtverwaltung, der Oberbürgermeister Guido Till, nutzte das Traditionsfest erneut für seine Art der Regierungserklärung. Till beschwor die Wirtschaftskraft der hier ansässigen Unternehmen, die Strahlkraft der Sportstadt Göppingen, forderte eine städtische Finanzpolitik mit Augenmaß und kündigte an, neue Baugebiete ausweisen zu wollen, weil die Zahl von 55 000 Einwohnern nicht zufriedenstellen könne. Auf die seit Jahren schwelenden rechten Umtriebe ging Till nicht direkt ein, erteilte aber politischem Extremismus von Rechten und Linken in Göppingen eine klare Absage, weil die Stadt tolerant, bunt und demokratisch sei.

Der linke Stadtrat fühlt sich ausgegrenzt

Kritik am Demokratieverständnis des Oberbürgermeisters meldete Christian Stähle, Stadtrat der Partei Die Linke, an. Bereits zum dritten Mal in Folge sei er nicht zu den offiziellen Treffen mit den Vertretern der Partnerstädte im Rahmen des Maientages eingeladen worden, monierte Stähle. Till begründet diese Verweigerungstaktik mit dem fehlenden Fraktionsstatus der Linken.

DIE LINKE.
im Göppinger Gemeinderat
Stadtrat Christian Stähle
Ziegelstrasse 3
73033 Göppingen
0049-(0)176-960 56 296
www.die-linke-goeppingen.de

 

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