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Offener Brief zum Antwortschreiben des Kreisjugendrings

Bezug zur Pressemitteilung "AfD eingeladen, PIRATEN ignoriert, DIE LINKE. irritiert!" vom 7.7.17


BUNDESTAGSKANDIDAT- KONSTANTINOS KATEVAS- LANDKREIS GÖPPINGEN


Offener Brief zu:

Antwortschreiben des Kreisjugendring zur PM-AfD eingeladen, PIRATEN ignoriert, DIE LINKE. irritiert!


Guten Tag Herr Klopfer,

danke für Ihre schnelle Rückmeldung auf meine PM.
Ich habe Ihre Darstellung zur Kenntnis genommen. Insoweit bin ich etwas beruhigt, dass Sie nur bedingt für die Einladungen an die Parteienvertreter verantwortlich sind.

Sie schreiben u.a.: [...Zur Wahlvideo-Aktion selbst wurden Sie nachweislich von den Sprechern des Jugendgemeinderates Geislingen eingeladen. ...Wir treten bei dieser Aktion lediglich als Netzwerkpartner in Erscheinung. ...]

"Mitgegangen/Mitgefangen ....." wäre sicherlich übertrieben, aber auch wenn Sie, wie Sie schreiben, nicht eingeladen, sondern nur die Infrastruktur "gerne" zur Verfügung gestellt haben, tragen Sie, innerhalb Ihres Netzwerkens, selbstverständlich dann auch eine gewisse inhaltliche, gemeinsame Mitverantwortung. Gerade wenn sie es freiwillig, ja eben sogar "gerne", ohne wirtschaftliche Interessen, als kein bezahlter Dienstleister, gemacht haben. Als ein Verein, der Anspruch auf Überparteilichkeit erhebt, muss Ihnen doch klar sein, dass Sie bei einem Projekt der Politik nicht per se unkritisch wahrgenommen werden.

Ausdrücklich begrüße ich Ihre Position: [...Seien Sie versichert, der Kreisjugendring Göppingen e.V. möchte im Wahlkampf in keinerlei Richtung Partei ergreifen. Genauso wenig möchten wir in den Wahlkampf der Parteien einbezogen werden. Die Idee, die hinter den Wahlspots steckt, lag nie darin, irgendeine Partei zu unterstützen oder ihnen ein Podium zu geben, sondern es den Jugendlichen im Landkreis zu ermöglichen, sich niederschwellig mit Politik zu beschäftigen. Unser einziges Interesse liegt darin, möglichst viele junge Menschen an die Wahlurnen zu bringen und Politik interessant und erlebbar zu machen. ...]

Gerne dehne ich meine Kritik auch auf den Geislinger Jugendgemeinderat, Ihrem Netzwerkpartner, aus. Nochmals, einer Einladung der Partei PIRATEN und deren Kandidat Johannes Haux wäre vollkommen unschädlich gewesen, gerade wenn die Kandidaten der FDP und AfD, beide Parteien sind zur Zeit auch nicht im Bundestag vertreten, zum Wahlspot eingeladen wurden. Ihr angehängter Gerichtsbeschluss hat, in diesem Zusammenhang, rein gar nichts damit zu tun.

Weiter schreiben Sie: [...Der Jugendgemeinderat hat sich in seiner sonstigen Auswahl auch an den, ansonsten auf Podiumsdiskussionen eingeladenen Parteien orientiert, was die Abwesenheit der „Piraten“ erklärt. ...]

Meiner Meinung nach hätte man hier die Chance nutzen können, mit gutem Beispiel voranzugehen bzw. aus althergebrachten, verkrusteten Strukturen ausbrechen können!

Bezüglich Ihrer Ankündigung: [...Aus ihrer Mail geht nicht hervor, ob Sie die unten stehende Pressemitteilung schon abgeschickt haben. - Wir als Kreisjugendring haben überhaupt kein Interesse daran, uns medial einzuschalten oder „die Linke.“ in ein schlechtes Licht zu rücken. Sollte aber eine Pressemitteilung mit falschen Aussagen erscheinen, werden wir reagieren und die Aussagen richtig stellen müssen. ... ]

Selbstverständlich ging diese Pressemitteilung raus. Weder meine Partei noch ich stimmen unsere Pressemitteilungen inhaltlich mit irgendjemandem im Vorfeld ab bzw. warnen vor.
Somit bleibt es Ihnen und Ihrem Verein überlassen, wie Sie auf Kritik reagieren. In einer pluralistischen Gesellschaft, meines Verständnisses, gehört es auch dazu, Kritik zu ertragen und als Konter auf Kritik nicht damit zu drohen, jemand in ein "schlechtes Licht" rücken zu wollen.

Der Kreisjugendring und der Jugendgemeinderat Geislingen und Göppingen machen zu einem großen Teil eine tolle ehrenamtliche Arbeit. Das bedeutet aber nicht, dass, wer auch immer sie wahrnimmt, diese Arbeit dann auch unreflektiert hinzunehmen hat.

Um Ihre Positionen in Ihrem Antwortbrief fair und ernstzunehmen, gehe ich auf diese transparent in einem offenen Brief ein, da es nicht meine Intention ist, Ihren Verein oder den Jugengemeinderat an den Pranger zu stellen, oder meinerseits in ein "schlechtes Licht" zu rücken.

Sondern meine Partei und vorrangig ich als direkt betroffener Kandidat innerhalb des aktuellen politischen Tagesgeschäfts und um nichts anderes handelt es sich bei der Produktion von Wahlspots für die Jugend im Kreisgebiet, wollten nur deutlich machen, dass ein anderer Umgang sowie Verfahrensweise möglich gewesen wäre.


Mit freudlichen Grüßen

       
Göppingen, den 7. Juli 2017            

Konstantinos Katevas                         
Bundestagskandidat       
DIE LINKE. Kreis Göppingen

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