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Position: Das bedingungslose Grundeinkommen

Arbeitslosigkeit, Niedriglohnsektor, prekäre Beschäftigung und Altersarmut – auf Probleme aus der Gegenwart, die uns in Zukunft noch lange beschäftigen werden, sollten wir rechtzeitig reagieren.


Position zum bedingungslosen Grundeinkommen

Arbeitslosigkeit, Niedriglohnsektor, prekäre Beschäftigung und Altersarmut – auf Probleme aus der Gegenwart, die uns in Zukunft noch lange beschäftigen werden, sollten wir rechtzeitig reagieren.

Kommende Generationen werden sich fragen müssen, welcher Beruf ihnen überhaupt eine Überlebenschance bietet. Nicht jede Arbeit wird ausreichend entlohnt, hinzu kommen immer weiter steigende Arbeitszeiten und das höhere Renteneintrittsalter. Körperliche und soziale Tätigkeiten sind doppelt betroffen: Schlechte Bezahlung gepaart mit psychisch/physischer Belastung, die immer häufiger in Krankheit endet. Letztlich ist es die Freiheit auf Selbstbestimmung, die vom Zwang des Geldes und dem Einkommen überschattet wird. Eine Freiheit, die es zurückzuerobern gilt und die uns das bedingungslose Grundeinkommen wieder verschaffen könnte.


Das BGE als fester Bestandteil des sozialen Systems im 21. Jahrhundert würde die Zahlung eines Geldbetrags beliebiger Höhe (Forderung DIE LINKE: 1000€/Monat) an jede Bundesbürgerin und jeden Bundesbürger von Geburt an umfassen. Natürlich nimmt die Summe mit zunehmendem eigenen Einkommen ab, die Staffelung führt allerdings zu wenig Abzügen im Bereich von Gering- und Mittelverdienern, wodurch Chancengleichheit geschaffen und dennoch Anreize zum Arbeiten erhalten werden.

Es bringt zahlreiche Vorteile, allen voran die Zurückgewinnung der Freiheit, der Zeitsouveränität, bei der die Arbeitnehmerschaft selbst über Art, Dauer und Umfang der eigenen Beschäftigung bestimmt. Menschen entscheiden sich für Berufe, die ihnen Freude bereiten, anstatt täglich in Arbeitsverhältnisse und Situationen gedrängt zu werden, die sie nicht ausfüllen.
Gleichzeitig sind Unternehmen dazu gezwungen, akzeptable Arbeitsbedingungen zu schaffen, um Arbeiter*innen für sich gewinnen und halten zu können. Sowohl Arbeitnehmer, wie auch Arbeitgeber würden von diesem positiven Umstand nicht unerheblich profitieren. Zudem wird das soziale Engagement der Bevölkerung gefördert, da eine Betätigung im Rahmen des Gemeinwohls nun nicht mehr mit Verdienstausfall gleichzusetzen ist.


Bildung, die heutzutage mehr denn je vom Geldbeutel der Eltern abhängt, wird allen Bevölkerungsschichten gleichermaßen zugänglich gemacht und mehr Menschen erzielen mehr und höhere Abschlüsse, wie diverse Studien belegen.

Mit der Einführung eines BGE könnte der Armut in Deutschland praktisch über Nacht das Handwerk gelegt werden. Der Wegfall der „Arbeitslosigkeit“ als Instrument der Angst und Unterdrückung, die diskriminierende Einteilung der Menschen in eine arbeitende und eine nicht arbeitende Klasse, eint die Arbeiternehmerschaft erneut und gibt ihnen so die Menschenwürde, die Teilhabe an der Gesellschaft und die politische Macht zurück.


Die Vorteile sind nicht von der Hand zuweisen und der Großteil der Bevölkerung würde davon profitieren. Der Weg in eine gerechtere und bessere Welt liegt deutlich vor uns, es wird nun Zeit ihn auch zu beschreiten: ein erster Schritt wäre das Bedingunglose Grundeinkommen.


Göppingen, den 20.05.2016

Joachim Kleinmann, René Niess
DIE LINKE KV Göppingen & Geislingen

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