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PRESSEERKLÄRUNG zum Tod zweier Patient_innen in der Klinik am Eichert

Trotz Betroffenheit und Anteilnahme - Uneingeschränktes Vertrauen in die ALB-Fils Kliniken


DIE LINKE. IM KREISTAG & LANDKREIS GÖPPINGEN

PRESSEERKLÄRUNG zum Tod zweier Patient_innen in der Klinik am Eichert:

Trotz Betroffenheit und Anteilnahme - Uneingeschränktes Vertrauen in die ALB-Fils Kliniken

 

Außer Frage: "Jeder unnatürliche Tod eines Menschen ist einer zu viel!"

Der unnötige Tod der zwei Patient_innen im Klinikum am Eichert berührt uns sehr. In den Stunden der tiefen Trauer der Angehörigen sind wir in Gedanken bei den Hinterbliebenen. Wir wünschen ihnen Kraft und, ich ganz persönlich, Gottes Segen, um das Tal der Trauer durchschreiten zu können.
Den anderen zu Schaden gekommenen Patient_innen wünschen wir schnelle Genesung.

Unsere Gedanken sind aber auch bei den geschätzten Mitarbeiter_innen des Klinikums, die täglich unter dem Anspruch der Höchstleistung stehen. Der tragische Vorfall wird auch an den Mitarbeiter_innen nicht spurlos vorbeigehen. Wir wünschen auch ihnen Kraft und Selbstvertrauen, ihre tägliche Arbeit, auch unter dem Eindruck des schlimmen Ereignisses, weiterhin so gut zu bewältigen wie bisher.

Wir wünschen aber auch der Pflegeschwester und ihrer Familie die nötige Stärke, um mit der Unglückshandlung, verbunden mit der Tatsache am Tod zweier Menschen, warum auch immer, Verantwortung tragen zu müssen, fertig zu werden.

 

Unser Dank gilt an dieser Stelle sowohl der Klinikleitung als auch Herrn Landrat Wolff, die mit ihren besonnenen, transparenten Reaktionen, verbunden mit ihrer sichtbar gewordenen Betroffenheit, dieses Unglück, so gut wie möglich und nötig, verantwortlich aufarbeiten.

 

  • 26. Oktober 1980: Attentat Münchner Oktoberfest - es wird dieses Jahr auch hingegangen
  • 03. Juni 1998: Eschede ICE Unglück - es wird weiterhin Zug gefahren
  • 24. September 2014: Der Untergang der Ostsee-Fähre „Estonia“ - die Schifffahrt wurde nicht eingestellt
  • 24. März 2015: Germanwings-Unglück Flug 4U9525 - wir fliegen weiterhin
  • 03. Juli 2017: Bus brennt aus auf der A9 - Busse fahren weiter
  • Jahr 2017: 3.177 Tote bei Autounfällen im Straßenverkehr - das Auto ist nicht abgeschafft

Als politisch aktive Mandatsträger und Funktionäre der Partei DIE LINKE. im Landkreis Göppingen haben wir aber auch die Verantwortung den Bürger_innen unseres Landkreises gegenüber vor Augen. Unglücksereignisse sind schrecklich und führen uns immer wieder unsere menschliche Ohnmacht vor Schicksalsschlägen vor Augen. Das darf aber nicht zu überzogener Hysterie, Panikmache oder objektivsloser Verallgemeinerung, Vorverurteilung und Pauschalierung führen:

 

Deshalb fordern wir die Medien und Kommunalpolitiker und Bürger_innen auf, nicht ein Unglück und das Versagen einer Mitarbeiterin, aus welchen Gründen ihr das auch passiert ist, quasi per Sippenhaft auf eine ganze Klinik zu übertragen -

DIE LINKE. hat nach wie vor vollstes Vertrauen in die Arbeit und Qualität der Alb-Fils Kliniken!

 

 

 Landkreis Göppingen, den 20.09.2018

 

              Christian Stähle
             Kreis- & Stadtrat
Kreisvorsitzender DIE LINKE. Göppingen

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