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Pressehinweis: Prügel für Stähle - weil er in der Linkspartei ist

Prozessbericht NWZ/SüdwestPresse, von D.Hülser

 




PRESSEHINWEIS:

Prügel für Stähle - weil er in der Linkspartei ist

(Prozessbericht NWZ/SüdwestPresse, von D.Hülser)

 

Im Prozess gegen die "Autonomen Nationalisten Göppingen" ist am Montag die Befragung des Aussteigers Daniel R. beendet worden - nach vier Verhandlungstagen. Nun wird der zweite Aussteiger befragt.

Wäre er zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen, dann hätten die "Autonomen Nationalisten Göppingen" (ANGP) den Lokalpolitiker Christian Stähle von der Linkspartei verprügelt. Dies berichtete am Montag der Aussteiger Daniel R. vor dem Landgericht Stuttgart. Den vierten Prozesstag in Folge war er befragt worden, nun ist der zweite Angeklagte, der nach eigenen Angaben ausgestiegen ist, an der Reihe. Insgesamt müssen sich vier Männer wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung vor der Staatsschutzkammer verantworten.

Als sich im Februar 2012 in der Göppinger Stadthalle unter dem Namen "Kreis Göppingen nazifrei" ein breit aufgestelltes Bündnis formierte, um den stetig zunehmenden braunen Umtrieben in der Stadt entgegenzutreten, waren auch die Rechtsextremisten nicht weit. Sie versuchten, die Gründungsversammlung zu stören und fotografierten Teilnehmer. Gestern nun räumte Aussteiger Daniel R. ein, dass sie auch vor Gewalt nicht zurückgeschreckt wären. Auf entsprechende Nachfragen von Staatsanwältin Jeannine Kellner berichtete er, mit dem Angeklagten Stephan H. unweit der Halle auf Stadtrat Christian Stähle gewartet zu haben - um ihn zu verprügeln.

Warum das denn, wollte Kellner wissen. "Weil er Sachen erfindet, uns anzeigt und weil er bei der Linkspartei ist", lautete die Begründung des 23-Jährigen. Glück für Stähle: Er kam an der Stelle gar nicht vorbei, die Neonazis warteten vergebens......

Ganzer Text: 
http://www.swp.de/goeppingen/lokales/goeppingen/Pruegel-fuer-Staehle-weil-er-in-der-Linkspartei-ist;art5583,3067050
 


Göppingen, den 24.02.2015             

         René Niess    
Kreis-Medienbeauftragter


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