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Rechtsradikalismus In vier Städten der Region haben sogenannte Mahnwachen stattgefunden.

                     KREISVERBAND GÖPPINGEN & GEISLINGEN
                                     IM GÖPPINGER GEMEINDERAT


PRESSEECHO:

Neonazis finden kaum Beachtung 

Rechtsradikalismus In vier Städten der Region haben  sogenannte Mahnwachen stattgefunden. 
(Artikel Stuttgarter Zeitung 20.2.2012)

 

Dreißig Neonazis sind am vergangenen Samstag durch die Region Stuttgart getourt, um in mehreren Städten ihre Parolen zu verkünden. Angemeldet worden waren die Kundgebungen zum Thema „Gedenkt den Opfern von Dresden“ 48 Stunden zuvor auf den jeweiligen Ordnungsämtern. Gestartet war der schwarzgekleidete Tross in Geislingen.

Mit dem Zug, stets begleitet von 30 Einsatzkräften der Bereitschaftspolizei, fuhren die Rechtsradikalen  nach Göppingen,  um ihre Transparente gegen Mittag auf dem Marktplatz auszurollen. Erst zwei Tage zuvor hatte der Gemeinderat eine Aktuelle Stunde zum Thema „Rechtsradikale Aktivitäten in der Stadt“ für eine der nächsten Sitzungen vereinbart. Oberbürgermeister Guido Till, der den Auflauf von Autonomen Nationalisten und NPD-Anhängern aus  dem Rathaus heraus verfolgte,    sprach von einem Skandal. „Für einen Demokraten ist das schwer zu ertragen“, sagte er, wohl wissend, dass der Aufmarsch   ordnungsrechtlich nicht zu untersagen war. Vertreter der Verwaltung achteten darauf, dass die vorab gemachten Auflagen eingehalten wurden. Abgesehen von gelegentlichen Rufen von Passanten, wie „Schämt euch“ und „Nazis raus“, kam es zu keinen Zwischenfällen. Auch auf dem Esslinger Marktplatz gab es keine  Vorkommnisse. Die Rechtsradikalen hätten kaum Beachtung gefunden und sich lediglich  selbst applaudiert, sagte ein Polizeisprecher.  In Winnenden indes wurden die Rechten vor dem Bahnhof von 50 spontan zusammengekommenen Gegendemonstranten  empfangen. Weil die Polizei die Gruppen mit  rund 70 Beamten auseinanderhalten konnte, blieb es bei Beschimpfungen. Einem Gegendemonstranten wurde ein Quarzhandschuh abgenommen. Als die Neonazis nach der Kundgebung mit der S-Bahn zurückfuhren,  kam es  auf dem Bahnhof in Stuttgart-Bad Cannstatt zu einer „kleinen Auseinandersetzung“ mit der Polizei, wie es deren Waiblinger Sprecher Klaus Hinderer ausdrückte.    eas

  Göppingen, den 20.2.2012    
  Christian Stähle (StR)      
  Kreisvorsitzender

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