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"Regenbogenfarben" über dem polnischen Sejm ?

                                             BUNDESARBEITSGEMEINSCHAFT



PRESSEERKLÄRUNG:

"Regenbogenfarben" über dem polnischen Sejm ?-

Die Partei " Ruch Palikota ", die sich unter anderem für die Homo-Ehe, die Legalisierung weicher Drogen und freien Zugang zu Verhütungsmitteln einsetzt, holte auf Anhieb sensationelle zehn Prozent der Stimmen.

Die BAG-queer DIE LINKE. begrüßt den Erfolg von Janusz Palikot und seiner Partei " Ruch Palikota ", die zehn Prozent der Stimmen holte und mit 40 Abgeordnet_innen im Sejm vertreten sein wird und damit auf Anhieb die drittstärkste Kraft im polnischen Parlament ist.

Trotz  positiver Veränderungen in der Beurteilung sexueller Minderheiten in Polen gibt mit 64% die Mehrheit der erwachsenen Pole_innen an, das öffentliche Auftreten von Schwulen und Lesben nicht zu akzeptieren, nur 30 Prozent gestand ihnen dieses Recht zu.

Im Verlauf der letzten zwei Jahre sind die Pol_innen zwar sexuellen Minderheiten gegenüber sehr viel offener geworden, doch betrachten immer noch nur acht Prozent der Pol_innen Homosexualität als etwas normales.
Da immer noch bei 86% der Befragten die Meinung vorherrscht, dass Homosexuelität etwas von der Norm abweichendes ist, kommt dem Einzug von Anna Grodzka, die als Mann geboren wurde und jetzt als Transsexuelle für das hochkatholische Krakau ins polnische Parlament einzieht, einer Sensation gleich.

Zwar ergab eine Umfrage, die vom Meinungsforschungsinstitut CBOS vom 8. Bis 14. April 2010 durchgeführt wurde. dass jede_r  vierte Pol_in einen Schwulen oder eine Lesbe kennt, ein Drittel erkennt an, dass Schwule und Lesben das Recht haben öffentlich als Homosexuelle aufzutreten, doch damit ist in Polen für die Bewegungen der Regenbogen-Community noch lange nicht queere Lebensvielfalt errreicht und die Angst vor radikalen Gewaltübergriffen gegenüber Schwulen, Lesben, Transsexullen, Transgender ist damit noch nicht beseitigt.

DIE BAG queer DIE LINKE. hofft, dass mit den Einzug von Abgeordnet_innen ins polnische Parlament, die mit queerer Verantwortung in den Wahlkampf gezogen sind, endlich damit aus dem polnischen Parlament der Willen und die Kraft hervorgeht, die Homophobie in Polen aktiv, mit den außerparlamentarischen Kräften, zu bekämpfen.

Dienstag, den 11.10.2011

für den Bundessprecher_innenrat 

Christian Stähle


 

 

Kontaktdaten:

Stadtratbüro
DIE LINKE. GÖPPINGEN

Christian Stähle

Ziegelstrasse 3

73033 Göppingen

0176-96056296

stadtrat.staehle@gmx.de

BAG.Linke.queer@gmx.de

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