Richtigstellung des Artikels: „Sonneberger Partner bleiben daheim“ vom 12. Juni 2010 in der NWZ Göppingen
In dem Artikel „Sonneberger Partner bleiben daheim“ vom 12. Juni werden teilweise falsche Behauptungen und falsche Quellenhinweise von der NWZ Göppingen aufgestellt und verwendet.
In dem Artikel „Sonneberger Partner bleiben daheim“ vom 12. Juni werden teilweise falsche Behauptungen und falsche Quellenhinweise von der NWZ Göppingen aufgestellt und verwendet.
Die gravierenste Fehldarstellung ist, dass DIE LINKE im Göppinger Gemeinderat die Absage der Sonneberger Bürgermeisterin Abel begründet hat. DIES IST FALSCH!
Da ich davon ausgehe, dass dies im Eifer des Gefechts kurz vor Redaktionsschluß passierte, sehe ich von weiteren Schritten ab und erwarte, dass die NWZ die Fehler des Artikels umgehend richtig stellt. Bitte beachten Sie auch den offenen Brief an die Redaktionsleitung der NWZ im Anhang.
Mit freundlichen Grüßen
Christian Stähle
Stadtrat
ZUR INFO DER ARTIKEL VOM 12. Juni 2010
Sonneberger Partner bleiben daheim
Göppingen. Der Besuch aus Göppingens Partnerstadt hat seine Visite offenbar demonstrativ abgesagt. Sie erboste, dass der örtliche Linke-Stadtrat nicht zum Maientagsempfang geladen war.
Ein so genannter Delegationsschlüssel hat die Besucher aus Sonneberg scheinbar so verdrossen, dass sie gestern nicht nach Göppingen reisen wollten. Die Regelung schreibt vor, wie viele Vertreter einer Fraktion bei Anlässen wie dem Maientagsempfang eingeladen werden. Den Stadtrat der Linken, Christian Stähle, botete die Vorschrift nun mit bürokratischer Strenge von der Veranstaltung aus: Er sitzt als einziger Mann für die Linke im Göppinger Gemeinderat, bildet allein keine Fraktion und hat deshalb keine Einladung erhalten. Allerdings hatten Stähle und drei Kollegen der Linken aus Sonneberg dennoch damit gerechnet, sich auf dem Empfang kennenzulernen.
Nach Aussage des Göppinger Linken-Stadtrats habe die Gästeregelung auch dazu geführt, dass die Bürgermeisterin aus Sonneberg, Sibylle Abel (CDU), eine Anreise abgelehnt hat. Aus Kreisen der Göppinger Verwaltung hieß es gestern jedoch, Abel habe bereits vorher aus gesundheitlichen Gründen ihre Teilnahme abgesagt.
Die Linke versteht die strikte Haltung der Göppinger Verwaltung nicht. "Wir empfinden das Verhalten des Oberbürgermeisters kleinlich, undemokratisch und befremdlich", teilten die Kreisvorsitzende der Partei aus Sonneberg und ihr Göppinger Kollege Reinhard Basler in einem Schreiben an die Presse mit. Till verteidigte indes seine Entscheidung, am Fraktionsschlüssel festzuhalten: "Ich kann nicht allen Stadträten das gleiche Recht zubilligen", sagte er.
Für Christian Stähle beweist der Vorgang, dass der Stadtchef seiner Aufgabe als Oberbürgermeister nicht gewachsen ist. In einem Brief schrieb er Guido Till: "Die Linke im Gemeinderat sieht sich in ihrer Auffassung bestätigt, dass es Oberbürgermeister Till nicht nur an richtigem "Regieren" mangelt, sondern auch noch an jeglichem Fingerspitzengefühl zum gastfreundlichen "Repräsentieren". Dieses Verhalten sei dem Traditionsfest Maientag nicht würdig.
Bei diesem Vorwurf wollen es Stähle und seine Kollegen aus Thüringen nicht belassen. Die Linke wertet Stähles fehlende Eintrittskarte als Indiz dafür, dass Till die Partei in Göppingen systematisch aufs Abstellgleis stellt. "Wir finden es unerträglich, wie ein demokratisch gewählter Abgeordneter ausgegrenzt wird. Damit fühlen wir uns in die schlimmsten Zeiten des Kalten Krieges zurückversetzt", heißt es in einer Pressemitteilung.
Solche Worte empfindet der Adressat übertrieben. "Die Sache ist völlig undramatisch", sagt Till. Er freue sich auf den Maientag und wolle wie bisher weitermachen.
