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Schließung der Helfenstein Klinik ist kein Thema

Artikel GZ & NWZ / SüdwestPresse 9.02.2015 von Karsten Dyba


PRESSEECHO:                                                                                                

"Schließung der Helfenstein Klinik ist kein Thema"

(Artikel GZ & NWZ / SüdwestPresse 9. 02. 2015 von Karsten Dyba)  


Der Bestand der Geislinger Helfenstein Klinik sei nicht gefährdet, betonen Landratsamt und Alb Fils Kliniken. Das Gerücht, die Geschäftsführung plane womöglich anderes, wird heftig dementiert.  

Er sei "sehr betroffen" über die "irreführende Berichterstattung" in den beiden Kreiszeitungen GZ und NWZ, schreibt der Göppinger Landrat Edgar Wolff in einem Brief an Christian Stähle. Der Kreisrat der Linkspartei hatte zuvor in einem offenen Brief an den Landrat Alarm geschlagen. "Ich fühle mich nicht nur meiner ehrenamtlichen Zeit beraubt, sondern auch verschaukelt", hatte Stähle geschrieben. Die beiden Kreiszeitungen hatten zuvor berichtet, die Geschäftsführung der Alb Fils Kliniken plane Änderungen beim Bau der neuen Klinik am Eichert in Göppingen, die es auch ermöglichten, im Falle einer Schließung der Helfenstein Klinik zu erweitern. Dies hatte die NWZ aus gut informierten Kreisen erfahren. Die Änderung der Baupläne hätte im März dem Kreistag vorgestellt werden sollen.

Landrat Wolff dementiert Erweiterungspläne, mittels derer auf eine mögliche Schließung des Geislinger Krankenhauses reagiert werden könne. Er stellt klar, "dass eine Schließung der Helfenstein Klinik weder in der Geschäftsführung noch im Aufsichtsrat ein Thema ist". Das Gegenteil sei der Fall: Die Geschäftsführung arbeite an einem medizinischen Konzept, das die Wettbewerbsfähigkeit beider Klinikstandorte sicherstellen soll. Entgegen der Berichterstattung in der Presse bestehe "zu Schließungsbefürchtungen in Bezug auf die Helfenstein Klinik kein Anlass". Eine entsprechende Pressemitteilung hatte Wolff zuvor veröffentlicht. Die Geschäftsführung der Alb Fils Kliniken habe außerdem die Mitarbeiter informiert und werde nächste Woche dieses Thema in den Betriebsversammlungen in Geislingen und Göppingen aufgreifen, berichtet Wolff.

Kritik am offenen Brief

Wolff kritisiert Stähles offenen Brief: "Ich halte es nicht für richtig, in einer so sensiblen Angelegenheit zusätzlich verschärfende Aussagen vorschnell öffentlich zu treffen." Er bedauere die Verunsicherung, die entstanden sei. Er könne nicht erkennen, "dass die Klinik-Geschäftsführung Schließungsbefürchtungen geschürt hat", schrieb Wolff an Stähle. Dessen Forderung nach einer Sondersitzung des Kreistags erteilte er eine Absage: "Mit Blick auf den tatsächlichen Sachstand halte ich eine Sondersitzung des Kreistags nicht für erforderlich." Er werde das Thema aber diese Woche mit den Fraktionsvorsitzenden besprechen.

Der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Kreistag, Wolfgang Rapp aus Geislingen, betont, die beiden Kliniken im Landkreis hätten für seine Fraktion oberste Priorität. "Die Alb Fils Kliniken, ein Gütesiegel des Landkreises, bleiben an zwei Standorten in kommunaler Trägerschaft." Ziel seiner Fraktion sei es nach wie vor, die Alb Fils Kliniken an beiden Standorten auf hohem medizinischem Niveau zu erhalten. "Standortsicherung, Modernisierung und Qualitätssicherung sind und bleiben die Maxime unseres Handelns."

Die CDU-Fraktion fordere nach wie vor eine Strategie- und Strukturdiskussion, um die kreispolitischen Prioritäten festzusetzen. Der Neubau in Göppingen sei wegweisend, weil das Ziel, beide Standorte zu erhalten, nur so umsetzbar sei. "Wir haben an beiden Standorten viel Geld investiert, und wir werden an den Standorten Göppingen und Geislingen weiterhin investieren, um die hohe Qualität des Gesundheitsstandortes Landkreis Göppingen zu sichern."


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