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SCHULTERSCHLUSS DER IGNORANZ

                                     IM GÖPPINGER GEMEINDERAT


PRESSEERKLÄRUNG:

SCHULTERSCHLUSS DER IGNORANZ oder wie ein OB bei "Türmen" sogar den Respekt vor Ratsbeschlüssen verliert!


Man und Frau darf sich schon wundern, was manche Investoren von demokratischen Beschlüssen eines Gemeinderates halten. Frech und frei nach dem Motto, "wer zahlt schafft an", wird hier einfach auf dreiste Weise von den Investoren "Rieger" und "Obi" versucht, einen deutlichen Mehrheitsbeschluß des Göppinger Gemeinderates zu umgehen. Es gab zum einen die Zusage, den Schornstein als eine Art "Industrie-Denkmal" zu erhalten und auf der anderen Seite den klaren Beschluß des Gemeinderates, keinem Werbepylon auf dem "Weberareal" zuzustimmen!
Jetzt über die Hintertür den Schornstein als Pylon zu benutzen mag zwar rechtlich ein legitimirter Antrag an die Verwaltung durch die Investoren sein, er ist dennoch ein Zeichen von höchster Respektlosigkeit gegenüber dem Göppinger Gemeinderat und dessen Entscheidung.
Besonders betroffen, sollten die Stadträt_innen über die Tatsache sein, dass OB Till als Verwaltungschef hier einen Schulterschluß der Ignoranz gegen den Göppinger Gemeinderat vollzieht, wenn er dem Ansinnen der Investoren zustimmen will. Nicht nur im Umgang mit einem Bündnis gegen Nazis, sondern auch bei der Gestaltung eines alten Industie-schornsteines, könnte sich OB Till ein Beispiel einer besseren "Haltung" in Esslingen, bei seinem Kollegen, Dr. Jürgen Zieger nehmen.
Wie sehr die Demontage des Baubürgermeisters durch OB Till fruchtet, zeigt der Artikel der NWZ vom 15.5.12: "Schornstein - Werbung im Rathaus umstritten" hier wird berichtend kommentiert: ...."Prompt wagte sich Brinker aus der Deckung. Als Baubürgermeister finde er die Pläne "nicht in Ordnung". In einer Stadt solle "der Kirchturm das bestimmende Element sein, nicht ein Schornstein mit Werbung" - zumal die Buchstaben in der Nacht beleuchtet sein sollen, wie Brinker erklärte".....
Wenn der Baubürgermeister seinen originären Aufgaben nachkommt, gilt sein korrektes Handeln für einige, auch Teile der Medien bedauerlicherweise als "Trotzreaktion". Obgleich Baubürgermeister Brinker, im Gegensatz zu OB Till, demokratische Beschlüsse des Göppinger Gemeinderates nicht nur zu begreifen scheint, sondern auch ordnungsgemäß umzusetzen will, anstatt wie OB Till, mit einer banalen "Abwinkaussage": "Ich habe kein Problem damit, dass die Buchstaben auf dem Kamin prangen. Das sei andernorts ja längst üblich!" mit den Investoren, im Schulterschluß der Ignoranz, Gemeinderatsbeschlüsse zu unterlaufen versucht.

Göppingen, den 16. Mai 2012
       Christian Stähle
             Stadtrat

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