SOLIDARITÄTS - PRESSEERKLÄRUNG:
DIE LINKE unterstützt die Forderungen der streikenden Beschäftigten bei der Deutschen Post
SOLIDARITÄTS - PRESSEERKLÄRUNG:
DIE LINKE unterstützt die Forderungen der streikenden Beschäftigten bei der Deutschen Post
Der Kreisverband DIE LINKE. Göppingen & Geislingen unterstützt den Streik bei bei der Deutschen Post AG und den DHL Delivery GmbHs und die Arbeit der Gewerkschaft ver.di.
Kreisvorsitzender Thomas Edtmaier:
„Es ist ein Skandal, wie die Deutsche Post sich in diesem Konflikt verhält. Sie gliedert befristet Beschäftigte in neu gegründete Billigtöchter aus, setzt Beamte als Streikbrecher ein und weigert sich, über die mehr als berechtigten Forderungen der Beschäftigten ernsthaft zu diskutieren. Die streikenden Beschäftigten haben daher unsere volle Solidarität. Sie begeht Tarifflucht, indem sie die befristet Beschäftigten so unter Druck setzt, dass sie schlechter bezahlte Verträge in den neu gegründeten DHL Delivery GmbHs annehmen müssen."
Reinhard Basler, Mitglied des Kreisvorstandes führt weiter aus:
„Es kann nicht angehen, dass der Arbeitgeber mittels Auslagerungen an Regionalgesellschaften tarifliche Errungenschaften und Vereinbarungen untergräbt und Löhne drückt. Es darf nicht weiter hingenommen werden, dass für den Profit des Unternehmens der Arbeitsdruck ständig zunimmt, dass immer größere Mengen an Post in immer größeren Bezirken ausgetragen werden müssen, die Belegschaft gespalten und immer mehr Kolleginnen und Kollegen mit Befristungen und anderen prekären Arbeitsbedingungen abgespeist werden."
Der 2. Kreisvorsitzende, Kreis- & Stadtrat Stähle hebt hervor:
„Die abertausend befristet Beschäftigten bei der Deutschen Post AG werden so vor die Wahl gestellt: Entweder weniger Geld oder Arbeitsamt – friss oder stirb! Dass dies auch noch unter dem Motto „Wir schaffen neue Arbeitsplätze“ als Jubelmeldung verkauft wird, ist zynisch und eine absolute Unverschämtheit. Der aktuelle Gewinn der Deutschen Post AG beträgt 3.000 Millionen Euro. Das ist eindeutig Profitmacherei auf dem Rücken der Beschäftigten und auch mit vielen Nachteilen für Kundinnen und Kunden verbunden. Vor diesem Hintergrund sind die Forderungen der Gewerkschaft klar gerechtfertigt."
Abschließend erklärt die Frauenpolitische Sprecherin des Kreisvorstandes Melek Kandilli:
„Es darf nicht weiter hingenommen werden, dass für den Profit des Unternehmens der Arbeitsdruck ständig zunimmt. Dies trifft im Besonderen auch viele Frauen bei der Post als Zuverdienerinnen in der Familie oder als Alleinerziehende besonders hart. Die Möglichkeit der sachgrundlosen Befristung gehört endlich abgeschafft! Eine zurückgehende Tarifbindung bedeutet immer eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen."
Der Kreisverband DIE LINKE. Göppingen & Geislingen wünscht den Streikenden viel Kraft, Mut, Phantasie und einen langen Atem in dieser Auseinandersetzung.
Den Streikenden rufen wir den aktuellen Slogan der LINKEN zu:
DAS MUSS DRIN SEIN!
Göppingen, den 11.06.2015
René Niess
Medienbeauftragter
