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"Überfall auf Kurt löst Solidaritätsaktion aus" Artikel NWZ vom 29.5.2010 - PRÄVENTION ist besser als "vergessellschaftete Opferhilfe"

IE LINKE bedauert selbstverständlich, wie jeder, der ein Herz für seine Mitmenschen hat, einen so gewaltvollen Vorgang, wie der gegen "Kurt" ! Dass sich große Teile der Göppinger Bürgerschaft solidarisieren und moralische sowie finanzielle Hilfe leisten zeigt, dass in großen Teilen der Bevölkerung die Solidargemeinschaft noch funktioniert!

DIE LINKE bedauert selbstverständlich, wie jeder, der ein Herz für seine Mitmenschen hat, einen so gewaltvollen Vorgang, wie der gegen "Kurt" ! Dass sich große Teile der Göppinger Bürgerschaft solidarisieren und moralische sowie finanzielle Hilfe leisten zeigt, dass in großen Teilen der Bevölkerung die Solidargemeinschaft noch funktioniert! Die folgenenden kritischen Anmerkungen sind auch nicht an diese BürgerInnen gerichtet, dies sei hier ausdrücklich festgestellt!Der Einsatz von Stadtrat Jan Tielesch(CDU) in Ehren - DIE LINKE würde sich wünschen, dass er und seine Kolleginnen und Kollegen im Stadtrat endlich das Konzept eines Streetworkers für Göppingen umgesetzt hätten!Wir erinnern uns:" Professor Kurt Möller sprach beim "Café Vielfalt" über Toleranz und stellte die neue Studie " Jugendarbeit und Jugendszenen in Göppingen" vor.

In seiner aktuellen Studie "Jugendarbeit und Jugendszenen in Göppingen" hatte der Hochschullehrer auch Gewalt und Rechtsextremismus in Göppingen untersucht.

Die Befragungen von Jugendlichen, Mitarbeitern und Bewohnern ergaben, dass Göppingen in dieser Hinsicht "nicht schlimmer, besser oder schlechter ist" als andere Städte. Jugendliche schilderten aber ein Gefühl von Bedrohlichkeit, das vor allem abends in bestimmten Arealen wie z. B. dem Busbahnhof empfunden werde.

Möller hält es für wichtig, den Jugendlichen ihr Recht auf Aufenthalt im öffentlichen Raum zu sichern und sie nicht nur zu vertreiben. Die Ehrenamtlichen dürften allerdings nicht alleine gelassen werden, sondern müssten durch sozialpädagogisches Fachpersonal unterstützt werden.

"Die gegenwärtigen personellen Ressourcen liegen an der Untergrenze", heißt es jedoch in der Studie. Durch die Dezentralisierung der Jugendarbeit wurde zwar die Betreuung in den Stadtteilen gestärkt, 50-Prozent-Stellen ließen aber meist nur geringe Öffnungszeiten zu. Außerdem seien Vertretungen und geschlechterspezifische Arbeit kaum möglich. Um mit aufsuchender Arbeit jedoch besonders abends und am Wochenende präsent sein zu können, empfahl Möller, eine Streetworkerstelle zu schaffen.

 

Diesem Vorschlag stimmte der Gemeinderat eigentlich einstimmig zu. Die Linke regte hingegen darüber hinaus an, zusätzlich eine 400-Euro-Stelle zu schaffen, damit auch eine Vertretung des Streetworkers ermöglicht werden kann. Dies wurde abgeleht.

Und es kam noch schlimmer: Der leoliberale Parteien- block verschob die Schaffung der Streetworkerstelle im Zuge der Sparmassnahmen auf`s Neue! "Kurt" ist also auch indirekt ein Opfer verfehlter Stadtpolitik.

Für ein Gutachten kann OB Till mal schnell in sein selbstbestimmtes 50.000,00 € "Kässchen" greifen und Jan Tielesch war auch ganz wild darauf, auf Kosten der Stadt, eine Klausur des Gemeinderates für mehrere tausend Euro zu unternehmen.

Jan Tielesch, seine CDU und die restlichen im Rat vertreten Parteien sollten zukünftig versuchen weniger mit Lippenbekenntnisssen und medienheischenden Kollektenaufrufen zu trumpfen - viel eher sind

Taten angesagt:

DIE LINKE WIRD ZUR NÄCHSTEN GEMEINDERATS-SITZUNG DEN ANTRAG EINBRINGEN, DIE STREETWORKERSTELLE SOFORT ZU SCHAFFEN!

DIE LINKE ist gespannt, ob sich im Rat 9 weitere StadrätInnen finden, die sich diesem Antrag anschließen. Laut Gemeindeordnung müssen 10 Stadträte einen Antrag unterstützen um eine sofortige Behandlung zu ermöglichen!

Die Gemeinderäte und OB Till  können nun beweisen ob Ihnen Prävention wichtiger ist, als Opfer zu bedauern un die Bevölkerung für diese Opfer sammeln zu lassen.

   Christian Stähle

   Stadtrat Göppingen

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