Wahlbeteiligung ist ein Desaster für Tills Wiederwahl
DIE LINKE.
IM GÖPPINGER GEMEINDERAT
PRESSEERKLÄRUNG:
Till hat nur knapp 23% der Göppingerinnen und Göppinger hinter sich!
Wahlbeteiligung ist ein Desaster für Tills Wiederwahl - 62,68 % verweigerten Ihre Stimme!
Wiedergewählt mit mehr als schalem Beigeschmack, kann sich Amtsinhaber Till eigentlich nicht als Sieger fühlen. Über 3/4 der Bevölkerung zeigen die kalte Schulter. Ein demokratisches Debakel für die Stadt.
Die eigentlichen Oppositionsparteien neben den Amtsinhaber- Unterstützern, CDU - FDP/FW - BAG (Bürger Allianz Göppingen), Grüne - SPD - DIE LINKE - VUB/FV (Vereinigte Unabhängige Bürger) erleiden eine Niederlage.
Der eigentliche Gewinner heißt Rüdiger Gramsch, der Chef der NWZ kann zufrieden sein. Einige seiner Redakteure haben in den letzten Wochen OB Till erneut ins Amt geschrieben. Selbst die Stuttgarter Zeitung machte dies am vergangen Freitag deutlich:
"Viele Möglichkeiten, sich zu zeigen, gab es jedoch nicht. Keine einzige Podiumsdiskussion wurde im Vorfeld der Wahl angeboten. Die Lokalzeitung, zu der Till ein auffallend gutes Verhältnis pflegt, hielt sich vornehm zurück."
Der Fraktionsvorsitzende der CDU meinte deshalb auch ganz unverhohlen:
"Wir schaffen das im 1. Wahlgang, schließlich haben wir die Lokalzeitung hinter uns!"
Dass DIE LINKE. nur 2% schlechter als der SPD -Kandidat abschnitt, darf dennoch kein Anlaß zu Freude sein, weil der Absturz der SPD zur Kommunalwahl um rund 17,5 %, eine Schwächung links des "Bürgerlichen Lagers" ist, dass nachhaltig die Kommunalpolitik beeinflussen könnte.
Auch die GRÜNEN schnitten 0,5 % schlechter als bei der Kommunalwahl ab, konnten aber von "Grünenhype" aus 2011 mit 23,3 % in Göppingen gleich gar nichts mehr retten und haben hierzu fast 10 % der Stimmen eingebüßt.
Der Kandidat der Freien Wähler lag auch rund 5 % hinter den letzten Wahlen.
DIE LINKE. hatte sich zwar mehr erhofft, kann aber mit knapp 2,4 % Ihr Ergebnis von 2009 bei der Kommunalwahl behaupten.
Auch scheint die Nachfrage des Journalisten von den Stuttgarter Nachrichten bei der Pressekonferenz der Stadt, zum Naziaufmarsch am 6. Okt. an OB Till, ob Ihm das eher genützt habe, in die richtige Stoßrichtung zu gehen. Vermeintliches Krisenmanagement, Fernnbleiben bei den Nazigegner, die auch getragen von der "Opposition" im Gemeinderat sind, scheint viele Bürger, wie schon bei Schröders Wiederwahl, verleitet zu haben, den vermeintlichen "Retter und Beschützer" der Stadt im Amt halten zu wollen. Schröder half die "Flutwelle" - Till leider die "Braune Welle" und die damit verbundene undifferenzierte, einseitige Berichterstattung der letzten Woche in der Lokalpresse.
DIE LINKE. im Gemeinderat wird auch weiterhin, hartnäckig, konsequent und links, die nächsten 8 Jahre von OB Tills Amtszeit begleiten.
Göppingen, den 14.10.2012
Christian Stähle
Stadtrat
