WARNUNG DER LINKEN ZU SPÄT ERNST GENOMMEN!
WARNUNG DER LINKEN ZU SPÄT ERNST GENOMMEN!zum Artikel der NWZ vom 12.04.2013: IMMER MEHR HABEN ZWEI JOBS
Der Kreisverband der Partei DIE LINKE Göppingen & Geislingen freut sich, wenn die NWZ in ihrem Regionalteil am 12.04.2013 endlich mal die Wahrheit über die Situation der prekär Beschäftigten im Kreis so deutlich darstellt.
Der Bundestagskandidat Thomas Edtmaier, ehrenamtlicher Sozialrichter und Betriebsrat, ergänzt hierzu, dass es nicht so ist, wie die Göppinger Arbeitsagentur es beschreibt:
„Nicht nur geringqualifizierte Menschen, allein die Bezeichnung ist schon abfällig genug, auch qualifizierte Menschen müssen durch einen Zweitjob Geld für den täglichen Unterhalt hinzuverdienen. Und wie sich durch einen Minijob Chancen für den Arbeitsmarkt bieten sollen, gerade hier in Göppingen sind es doch hauptsächlich das Dienstleistungsgewerbe, wie z. B. Gastronomie, ist mir nicht schlüssig. Wie Herr Schorn in seinem Kommentar richtig schreibt, kann es nicht sein, das bei einer Vollbeschäftigung das Geld nicht ausreicht, um zu leben. Arbeit muss sich lohnen, auch in Göppingen. Deshalb steht DIE LINKE. dafür ein, dass ein Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde gerade ausreichend ist. Hier werden sich auch noch die Gewerkschaften mit einreihen müssen, wenn Ihnen dauerhaft nicht noch mehr Mitglieder den Rücken zu kehren sollen.“
Die Minijobs, wie auch die Leih- und Werksverträge, die alle eines gemeinsam haben, nämlich die schlechte Bezahlung, werden die Betroffenen ein Leben lang verfolgen. Durch die Sozialversicherungsfreiheit von Minijobs sowie den niedrigen Einkommensverhältnissen, werden später die Renten ebenso niedrig ausfallen. So wird die Altersarmut von morgen heute schon ein Problem. Auch die Sozialkassen, wie z. B. die Rentenversicherung und die Krankenversicherung, werden durch die Aufsplittung von Beschäftigungsverhältnissen in mehrere Minijobs um die dadurch wegfallenden Beitragszahlungen „ausgeplündert“. Weiter fallen Beschäftigte des Niedriglohnsektors durch den Verlust des Arbeitsplatzes, durch Krankheit oder andere Lebensrisiken in eine absolute Armut, weil sie keine Rücklagen aufbauen können.
Die Verdopplung auf zehn Prozent der Beschäftigten im Kreis Göppingen im vergangenen Jahr ist das Resultat der jetzigen Regierung, die das Ziel hat Billig-Regionen in Deutschland zu etablieren. Hier soll dann mit einem Stundenlohn unter 8,50 Euro gearbeitet werden. Ermöglicht hat dies die SPD-Grüne-Regierung unter Herrn Schröder durch die Einführung der Hartz-Gesetze. Seit damals sind die Lohndrücker-Branchen erst so richtig zum Zuge gekommen.
Thomas Edtmaier weiter:
"Seit der Vorbereitung dieser verheerenden Gesetze für den Arbeitsmarkt und deren Einführung warnt DIE LINKE. vor den dramatischen Auswirkungen, die nun deutlich auch im Kreis Göppingen und Geislingen zu verspüren sind.Leider wurden die Warnungen der LINKEN nicht ernst genommen! Wird diese vernichtende Arbeitsmarktpolitik nicht spätestens nach der Bundestagswahl zurückgedreht, was von CDU/CSU, FDP, SPD und Grüne, als Verursacher oder mitverantwortlichen Tätern nicht zu erwarten ist, wird sich diese Situation für unser Kreisgebiet weiterhin negativ entwickeln!"
Deshalb fordert DIE LINKE. :
· Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns von 10 Euro.
· Verbot der Leiharbeit, mindestens aber die gleiche Bezahlung wie bei der
Stammbelegschaft, für die der Entliehene arbeitet.
· Kein Lohndumping für Werkverträge und Bekämpfung von Missbrauch.
· Umwandlung von Minijobs in vollwertige Arbeitsverhältnisse mit
Sozialversicherungspflicht.
· Abschaffung der ausufernden Befristungen bei Arbeitsverhältnissen.
