Wenn das Wohl der Göppinger BürgerInnen parteipolitischem "Strippenziehen" geopfert wird !
Die Erfahrung als EVF-Chef machen Stadtrat Berge (VUB) selbst-verständlich zu einer Bereicherung des EVF - Gemeinderatausschusses. Selbst wenn er bei seiner Arbeit auch Fehler,in den Augen seiner politischen Gegner gemacht haben sollte,wäre seine Ablehung eine arrogante Vorgehensweise.
Nicht Stadtrat Berge spaltet den Gemeinderat, sondern politische Verbohrtheit trennt sich von einer weitsichtigen Politik im Interesse der BürgerInnen unserer Stadt.
SPD und CDU als klare Verlierer der Kommunalwahl haben keinen Bezug mehr zu demokratischen Gepflogenheiten. Wer soviel Stimmen zusammen verliert, wie eine komplette Fraktion des Gemeinderates
(VUB hat 5 Sitze) und dann glaubt,dass sich das nicht in Ausschüssen, Gremien und Aufsichtsratsposten niederschlägt, hat jeglichen Sinn für die Realität verloren. Es ist geradezu aberwitzig zu glauben, wie bisher weitermachen zu können!
Eine tragische Rolle spielt hierbei die FDP. Es bleibt nur abzuwarten, wann Herrn Dafferner, in der Umklammerung von gleich zwei Verlierern, die Luft ausgeht.
Besonders dramatisch in diesem Zusammenhang ist die Erkenntniss, daß der Fraktionsvorsitzende der FDP bis heute den Wählerwillen nicht realisiert hat. Gegen den Landestrend fielen die Zuwächse der FDP Göppingen bescheiden aus. Seine Notgemeinschaftskollegen haben dramatisch verloren!
Die Wähler haben die VUB bestätigt, die Grünen verdoppelt und die LINKE trotz denkbar kleiner Liste auf Anhieb in den Gemeinderat gewählt. Das ist das Ergebnis des Wählervotums vom 7. Juni!
Vollkommen unerklärlich ist das Verhalten des "Stimmenkönigs" Dr.Frick. Er mutiert in seiner Partei inzwischen schon eher zum "Stimmungskönig": allerdings spielt er hierbei eher eine tragische als erheiternde Rolle. Quo Vadis SPD Göppingen?
Ein aufrechter Fraktionsvorsitzender wird "abgesägt", die Chance neuer Mehrheiten(CDU/FDP 19 Sitze VUB/SPD/GRÜNE/LINKE 21 Sitze) wird verspielt.
Frick hat gegen Teile seiner eigenen Partei eine Zählgemeinschaft sowohl mit der VUB , LINKE und GRÜNEN abgeleht.
Selbst die Meinung seiner Landesvorsitzenden kann den "König des Höhenflugs" nicht mehr davon abhalten, "rosarot gefärbt" von CDU und OB Till durch den "Stadtrat getrieben" zu werden. Die SPD in Göppingen hat sich endgültig von Ihrer Eigenständigkeit und Ihren Wurzeln verabschiedet! Dieser politische Umgang, das parteipolitische und persönliche "Strippenziehen" degradiert den Gemeinderat dieser Kreisstadt zu einem "Kasperltheater".
Für eine Spaltung bin ich dankbar, denn ich wollte nicht 5 Jahre im Sandkasten sitzen und mit "Schäufelchen" Sand um mich werfen. Es gibt genügend kommunalpolitische Brennpunkte die im Sinne unserer BürgerInnen, dem höchsten Souverän, zu lösen sind.
Wenn CDU/FDP/SPD außer einer "ewig gestrigen Roten Socken-kampagne" keine politischen Themen haben, dürfen Sie sich gerne von der LINKEN als auch von der VUB und den Grünen abspalten!
Christian Stähle Stadtrat Göppingen
